FRANCE-TRANSPORT-ENVIRONMENT-HYDROGEN-ELECTRICITY

© APA/AFP/ERIC PIERMONT / ERIC PIERMONT

Digital Life

Stadt storniert Wasserstoff-Busse, E-Busse sind effizienter

Eigentlich wollte die südfranzösische Stadt Montpellier ab nächstem Jahr 51 Wasserstoff-Busse im öffentlichen Nahverkehr einsetzen. Doch dazu wird es nicht kommen. Die Stadtverwaltung hat nämlich die Anschaffung der Wasserstoff-Busse storniert und kauft stattdessen E-Busse.

Der Grund liegt in den Kosten. Nach erneuter Kalkulation hat sich herausgestellt, dass der Betrieb der Wasserstoff-Busse wesentlich teurer ist, als der Einsatz von E-Bussen. Konkret seien die Betriebskosten von H2-Bussen 6-mal so hoch wie jene von rein elektrisch betriebenen Bussen.

Betriebskosten von Wasserstoff-Bussen sind extrem hoch

Die Stadt rechnet vor: Im Praxisbetrieb kostet ein Kilometer mit einem Wasserstoffbus 95 Cent. Der Betrieb eines Elektro-Busses kostet pro Kilometer lediglich 15 Cent. Pro Jahr würde der Betrieb von wasserstoffbetriebenen Bussen rund 3 Millionen Euro kosten, bei E-Bussen sollen es 500.000 Euro pro Jahr sein.

Anschaffung ist deutlich teurer

Auch bei der Anschaffung seien Wasserstoff-Busse deutlich teurer. Elektro-Busse seien zwischen 150.000 und 200.000 Euro günstiger zu haben, heißt es von der Stadtverwaltung.

Die höheren Kosten bei Wasserstoff-Bussen seien hauptsächlich auf die aufwändige Infrastruktur zurückzuführen. Wasserstoff aufzubereiten, zu speichern und anschließend zu verteilen sei deutlich kostenintensiver als das bereits bestehende Stromnetz zu verwenden.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare