Digital Life 23.10.2014

Stromerzeugung am Dach des Wiener Hauptbahnhofs

Solarpaneele am Dach des Wiener Hauptbahnhofs tragen zur umweltfreundlichen Stromerzeugung bei © Bild: ÖBB/ Roman Bönsch

Im ersten Teil einer neuen futurezone-Serie über den Wiener Hauptbahnhof geht es um die Nutzung großer Dachflächen zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht.

Der Wiener Hauptbahnhof wandelt sich nach jahrelanger Bauzeit zum zentralen Verkehrsknoten in Europa. Dieser soll die Bundeshauptstadt nicht nur durch Komfort und Design repräsentieren, sondern auch durch einen besonderen Fokus auf die effizente Verwendung und Konservierung von Energie. In einer neuen Serie zeigt die futurezone die Tricks und Technologien, die dabei eingesetzt werden. Im ersten Teil dieser Serie geht es um die Stromerzeugung aus Sonnenlicht.

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1.000 Quadratmeter Kollektoren

Am Dach des Wiener Hauptbahnhofs befindet sich eine Photovoltaik-Anlage, deren Kollektoren eine Gesamtfläche von 1.000 Quadratmeter aufweisen. Die Paneele sind in südwärts gerichteten Linien entlang der flachen Seite der Bahnsteigdächer angeordnet. Der Jahresenergieertrag der Photovoltaikanlage beträgt 128 Megawattstunden. Die maximale Leistung beträgt 141,2 Kilowattpeak.

Die Anlage am Wiener Hauptbahnhof ist mit diesen Daten vergleichbar mit einem Bürgersolarkraftwerk. Der erzeugte Strom wird sofort in das hauseigene Stromnetz eingespeist. Die Solarenergie fließt damit etwa in die Beleuchtung oder die Aufzüge des Hauptbahnhofs.

Weniger Kohlendioxid

Für den Zugbetrieb wird der Solarstrom nicht verwendet. "In den Oberleitungen wird anderer Strom verwendet. Eine Umwandlung des Solarstroms für diesen Zweck wäre nicht rentabel", sagt ÖBB-Projektleiter Thomas Brunner, in dessen Verantwortungsbereich die Solaranlage am Bahnhofsdach fällt.

Der Anteil des Solarstroms am gesamten Energieverbrauch des Hauptbahnhofs ist mit rund zwei Prozent relativ gering. Dennoch leistet die Photovoltaik-Anlage einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Im Jahr werden durch die Nutzung von Sonnenenergie 52 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden.

Erstellt am 23.10.2014