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Digital Life
01/02/2019

Tesla-Hasser blockieren Ladestationen mit Pick-up-Trucks

Protestaktionen, die "ICEing" genannt werden, werden für Tesla-Fahrer in den zunehmend zum Problem.

In den USA häufen sich in letzter Zeit Protestaktionen gegen den Elektroautohersteller Tesla. Das Vorgehen der Anti-Tesla-Aktivisten ist dabei immer gleich: Sie parken ihre großen Pick-up-Trucks vor Tesla-Ladestationen, sodass sie den E-Autofahrern den Zugang zu den Superchargern versperren.

In den vergangenen Wochen wurden einige Vorfälle dieser Art berichtet. Tesla-Supercharger wurden etwa in Florida, ebenso in den US-Bundesstaaten Texas, North Carolina, Kalifornien und Tennessee, blockiert. Zum Teil haben die Pick-up-Fahrer Anti-Tesla Slogans wie "F**k Tesla" gerufen.

ICEing

In der E-Auto-Community wird das Zuparken von Ladestationen mit herkömmlichen Fahrzeugen als "ICEing" bezeichnet. Der Ausdruck geht auf ICE (Internal Combustion Engine) zurück, was auf Deutsch nichts anderes als Verbrennungsmotor bedeutet.

Meistens werden Ladestation unabsichtlich verparkt oder als Parkflächen genutzt, wenn keine anderen Stellplätze frei sind. Die jüngsten Vorfälle zeigen allerdings eine neue Qualität, da es sich offenbar um konzertierte Aktionen handelt.

Aber warum?

Woher dieses "neue" ICEing seine Motivation bezieht, ist nicht ganz klar. Einerseits wird vermutet, dass es sich dabei um Klimawandelleugner handeln, die in Elektroautos eine Art Gegner erkennen. Auch US-Präsident Donald Trump hat sich in der jüngsten Vergangenheit abfällig gegenüber Elektromobilität geäußert und versprochen, die Kohleindustrie zu stärken beziehungsweise zu retten.

Andererseits könnte es sich auch um einen Protest gegenüber teuren Luxusfahrzeugen handeln. Das ist allerdings eher unwahrscheinlich, da die Pick-up-Trucks, mit denen die Ladestationen verparkt werden, zum Teil ähnlich viel kosten wie Tesla-Autos.