Digital Life
21.11.2016

Überwachungskamera nach 98 Sekunden von Malware befallen

Dass vernetzte Gadgets vielfach unsicher sind, zeigt der Test eines Sicherheitsexperten. Eine Erinnerung, das Default-Passwort zu ändern.

Die Unsicherheit von Gadgets, die gemeinsam das Internet der Dinge ausmachen, kommt seit der riesigen DDoS-Attacke, die im Oktober zahlreiche Internet-Services wie Twitter, Paypal, Netflix oder Spotify zeitweise lahmlegte, nicht aus der Kritik.

Um zu demonstrieren, wie unsicher derartige - vor allem kostengünstige - vernetzte Geräte sind, hat Sicherheitsexperte Robert Graham eine WLAN-Überwachungskamera in Betrieb genommen. Es dauerte nicht länger als 98 Sekunden und die Security-Kamera war bereits von Malware befallen: Das voreingestellte Passwort und die Default-Login-Daten wurden erraten und die vernetzte Kamera war somit gekapert.

Hätte Graham die Überwachungskamera vorher nicht abgeschirmt und manipuliert, wäre sie nun für eine DDos-Attacke einsatzfähig gewesen, wie Techcrunch schreibt.

Zugegebenermaßen war die getestete Security-Cam mehr Billigware als ein hochwertiges Produkt. Mit einem Firmware-Update und einer Änderung der voreingestellten Login-Informationen wäre eine derartig schnelle Übernahme der Kamera wohl nicht möglich gewesen.