Digital Life
11.04.2017

US-Konferenz bezeichnet John McAfee als "Sicherheitsrisiko"

Der exzentrische Sicherheitsforscher wurde von einer Konferenz als Keynote-Speaker ausgeladen, weil er als "Sicherheitsrisiko" gilt.

John McAfee darf nicht auf einer Konferenz zum Thema „Cyber Investing“ sprechen, weil er ein „Sicherheitsrisiko“ sei. Das gab McAfee auf seinem Twitter-Profil bekannt. Demnach hätte er am 23. Mai auf dem „Cyber Investing Summit“ auf der Wall Street, genauer gesagt am NYSE, als Keynote-Speaker auftreten sollen. Sein Auftritt wurde bereits seit Anfang Jänner beworben. Laut McAfee habe er durch die Absage ein hohes Honorar als Sprecher verloren.

Es gibt allerdings bereits einen Ersatz für McAfee: Michael Chertoff, ehemaliger Chef der US-Heimatschutzbehörde und Co-Autor des umstrittenen USA PATRIOT Acts, das Ermittlungsbehörden nach den Terroranschlägen 2011 umfangreichere Befugnisse gab. Nach seiner Amtszeit gründete er die Chertoff Group, die Unternehmen beim Krisen- und Risikomanagement berät, unter anderem auch den NYSE.

Ungewöhnliche Größe

McAfee gilt als Exzentriker. Der Gründer des gleichnamigen Antiviren-Herstellers zog sich bereits 1994 aus dem Unternehmen zurück und besitzt seit 1997 keinerlei Anteile mehr. Für Schlagzeilen sorgte er 2012, als er von der Polizei in Belize im Zusammenhang mit einem Mordfall gesucht wurde. Er dokumentierte seine Flucht online, Anklage wurde nie erhoben. Seit Mai vergangenen Jahres ist er als Aufsichtsratvorsitzender und CEO von MGT Capital Investments tätig.