Digital Life
09.11.2016

US-Wahl: Kanadas Einwanderungs-Website bricht zusammen

Der mögliche Sieg von Donald Trump sorgt dafür, dass sich zahlreiche US-Amerikaner über das Thema Auswanderung informieren wollen, unter anderem nach Kanada.

In den USA zeichnet sich bei der Präsidentschaftswahl ein Sieg von Donald Trump ab - und die Website der kanadischen Einwanderungsbehörde bricht zusammen: Nutzer in den Vereinigten Staaten, Kanada und Asien erhielten in der Nacht zum Mittwoch eine interne Fehlermeldung, als sie versuchten, die Internetseite aufzurufen. Darauf weisen zahlreiche Twitter-Nutzer hin. Auch in Europa ist die Seite am Morgen (8 Uhr) vorerst nicht erreichbar.

Dass dafür das Wahlergebnis verantwortlich ist, lässt auch die Zahl der Google-Suchanfragen zu „nach Kanada auswandern“ vermuten. Kurz nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse stieg die Nachfrage laut Google Trends rasant an. Ähnlich verlief es auch beim Brexit - viele Briten suchten offenbar nach Informationen zu den Konsequenzen nach Bekanntwerden des Ergebnisses.

Auf dem offiziellen Twitter-Account Kanadas hieß es noch in der Nacht: „In Kanada sind Immigranten dazu eingeladen, ihre kulturellen Traditionen mitzubringen und sie mit den kanadischen Bürgern zu teilen.“ Trump hatte im Wahlkampf Einwanderer wiederholt kriminalisiert und eine Null-Toleranz-Politik angekündigt.

Sieg Trumps steht bevor

Nach Auszählung fast aller Staaten liegt der Republikaner Trump fast uneinholbar vor der Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Viele Amerikaner hatten vor der Wahl angekündigt, bei einem Wahlsieg des streitbaren Milliardärs nach Kanada auszuwandern. Die Idee wurde von einigen kanadischen Gemeinden aufgegriffen. Im Februar pries sich die Kap-Breton-Insel an Kanadas Atlantikküste als einen ruhigen Zufluchtsort für fliehende Amerikaner an, sollte Trump den Platz im Weißen Haus einnehmen.