Digital Life
07.02.2019

Warnung vor nicht zertifizierten Ladegeräten: Kundin klagt Apple

Mit einer Sammelklage will eine US-Apple-Kundin erreichen, dass iOS nicht mehr vor Ladegeräten warnt.

Apples mobile Geräte prüfen seit einigen Jahren, ob ein Ladegerät, das angeschlossen wird, über ein "Made for iPhone"- beziehungsweise "Made for iPad"-Zertifikat verfügt. Wenn dem nicht so ist, wird eine Warnmeldung angezeigt, die den Kunden darüber informiert, dass dieses Zubehör "eventuell nicht unterstützt" wird. Das heißt aber nicht zwingendermaßen, dass das Laden mit einem nicht zertifizierten Netzteil nicht funktioniert. Eine Apple-Nutzerin aus Kalifornien strengt jetzt eine Sammelklage gegen Apple an, die erreichen soll, dass diese Warnungen nicht mehr angezeigt werden.

Die Klägerin wirft Apple vor, dass iOS-Updates seit zumindest November 2016 dafür sorgen würden, dass alte iPhone-Ladegeräte nicht mehr unterstützt werden. Sie sagt, dass sie mit einem Original-Ladegerät, das mit ihrem iPhone 7 ausgeliefert wurde, ebenfalls die Fehlermeldung bekommen habe. Der Vorwurf lautet, dass Apple seine Kunden mit der Fehlermeldung dazu zwingen wolle, neue Ladegeräte zu kaufen. Die Klägerin verlangt Schadenersatz von mindestens fünf Millionen Dollar und klagt Apple weiter auch wegen der Verletzung kalifornischer Gesetze durch "betrügerische Werbung" und "unfaire Geschäftspraktiken".

Apple ist der Ansicht, die Warnung sei notwendig, weil es immer wieder zu Problemen mit nicht zertifizierten Ladegeräten von Billiganbietern komme. Die Warnung werde ausgespielt, wenn die Geräte defekt, beschädigt oder nicht zertifiziert seien. Auch ein verschmutzter oder beschädigter Anschluss am iPhone oder iPad kann die Fehlermeldung auslösen.