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Digital Life
08/22/2019

Werbung für VW E-Golf wurde wegen Sexismus verboten

Eine VW-Werbung für den E-Golf wurde in Großbritannien verboten, weil sie Gender-Stereotype darstellt und fördert.

Weil eine VW-Werbung geschlechterspezifische Stereotype abbilde und damit verfestige, wurde die Ausstrahlung des Spots für den E-Golf in Großbritannien untersagt. In dem kurzen Video ist zu sehen, wie Männer im Weltraum forschen, waghalsige Adventure-Trips unternehmen und sich trotz einer Behinderung nicht aufhalten lassen. Frauen hingegen kümmern sich in der VW-Darstellung in erster Linie um den Haushalt und die Kindererziehung. 

Im Juni diesen Jahres hat die Advertising Standards Authority (ASA), die Regulationsbehörde der Werbeindustrie in Großbritannien neue Regeln erlassen. Demnach sind Gender-Stereotype in der Markenkommunikation nicht weiter erlaubt. Damit soll die Verbreitung schädlicher Geschlechterklischees eingedämmt werden, teilte die Advertising Standards Authority mit.

VW verteidigt seine Werbung

"Wir haben herausgefunden, dass manche Darstellungen in der Werbung eine Rolle dabei spielen, das Potenzial von Menschen zu beschränken", sagte ASA-Geschäftsführer Guy Parker anlässlich der Einführung neuer Regeln im Juni.

Die Volkswagen-Werbung ist damit die erste Werbung, die auf Basis des neuen Regelwerks verboten wird. Es gebe keine Hinweise, dass Kindererziehung ausschließlich bei der Mutter zu verorten ist, so VW gegenüber der britischen Zeitung Express. Die ASA ließ das nicht als Ausrede gelten. Männer werden aktiv und erfolgreich dargestellt, Frauen hingegen als passiv und mit Haushaltstätigkeiten beschäftigt, so die Begründung der Regulierungsbehörde.