Futurezone @ Radio Energy
09/27/2011

Woche 39: Web und 3D für Flat-TVs

Die Hersteller sehen das Weihnachtsgeschäft bereits am Horizont und rüsten ihre Flat-TVs auf, um die Geldbörsen der Konsumenten für sich zu erschließen.

von Jakob Steinschaden

Was ist der größte Trend bei Flat-TVs?
Definitiv das Thema “Smart TV”: Dabei geht es um das Zusammenwachsen von Internet und Fernsehen. Neue Flat-TVs sind fast immer mit einer Netzwerk-Schnittstelle ausgerüstet und können so etwa Videos von YouTube oder Fotos von Flickr auf den Bildschirm holen. Anleihen nimmt sich SmartTV aber auch beim Smartphone: Mittlerweile kann man sich Apps auf dem Flat-TV installieren, um etwa Facebook oder Twitter auf den Schirm zu holen. Am interessantesten sind aber installierbare Online-Videotheken, über die man Filme und TV-Serien abrufen kann. Das wird wahrscheinlich 2012 durchstarten, denn dann soll gerüchtehalber Apple mit einem eigenen Flat-TV auf den Markt gehen.

Wie sieht es mit 3D aus?
Auch 3D ist mittlerweile in sehr vielen neuen TV-Geräten fix integriert. Allerdings zeigen Untersuchungen, dass die Funktion von den Konsumenten nicht wirklich angenommen wird. Viele scheuen die Zusatzkosten für die Brillen oder setzen diese lieber bei einem Kinobesuch mit Freunden auf als allein zu Hause auf der Couch. Außerdem bekommen viele Menschen Kopfweh oder Augenschmerzen, wenn sie länger einen 3D-Film sehen. In Sachen “3D ohne Brille” tut sich bereits einiges, entsprechende Protoypen funktionieren bereits ganz gut. Bis die Technologie aber marktreif und vor allem leistbar ist, wird es aber noch mindestens fünf Jahre dauern.

Was tut sich hinsichtlich dem Stromverbrauch?

Nach Preis, Bilddiagonale und Bildqualität ist für Konsumenten die Energieeffizienz bei Flat-TVs das wichtigste Kriterium - wichtiger als 3D und Internetzugang. Ab November gibt es eine verpflichtende EU-Plakette, die den Stromverbrauch der Flat-TVs angibt: Sie reicht von “A” für “sehr stromsparend” bis zu “G” für “nicht stromsparend”. Derzeit bewegen sich die meisten Geräte am Markt zwischen B und C, sind also nicht optimal, was den Stromverbrauch betrifft. In Österreich sind momentan nur 19 Modelle zu haben, die die Kennzeichnung “A” tragen dürfen. Wer in Zukunft noch mehr Energie sparen will, muss warten, bis sich die OLED-Technologie (organische Leuchtdioden) durchsetzt), die “A+++” ermöglicht - allerdings nur dann, wenn man auf Zusatzfunktionen wie 3D oder Internet verzichtet.

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