Digital Life
30.07.2016

Zwei weitere Klagen wegen aggressivem Windows-10-Upgrade

In Florida und in Israel wurden zwei neue Sammelklagen eingereicht. In den USA musste Microsoft in der Vergangenheit bereits Schadensersatz bezahlen.

Bereits einmal wurde Microsoft wegen seiner fragwürdigen Upgrade-Taktik beim neuen Betriebssystem Windows 10 geklagt. Damals wurde der Konzern zu einer Schadensersatzzahlung von 10.000 Dollar verurteilt. Nun sieht sich das Software-Unternehmen mit zwei weiteren Rechtstreiten konfrontiert. Wie die Seattle Times berichtet, haben sich drei Nutzer an einer Klage im US-Bundesstaat Florida beteiligt.

Sie argumentieren, dass Microsoft mit dem Upgrade gegen ein Gesetz verstößt, dass Internet-Nutzer vor ungebetener Werbung schützen soll. Außerdem soll Microsoft damit gegen Verbote der Federal Trade Commission (FTC) verstoßen. Eine zweite Sammelklage wurde in der israelischen Stadt Haifa eingebracht. Dort wird Microsoft ebenfalls vorgeworfen, gegen nationale Gesetze zu verstoßen.

Microsoft siegessicher

Gegenüber der Seattle Times gibt sich Microsoft bei den Rechtsstreitigkeiten siegessicher. Die Klagen seien „unbegründet“ und der Konzern sei sich sicher, im Gerichtssaal erfolgreich zu sein. Außerdem verweist Microsoft abermals darauf, dass das Update rein optional sei und die Nutzer bis zu 31 Tage lang wieder zu ihrem früheren Betriebssystem zurückkehren können.

Seit dem Start des Upgrades beschwerten sich immer wieder zahlreiche Windows-7- und Windows-8-Nutzer darüber, dass das Upgrade auf Windows 10 ohne ihren Willen installiert wurde.

Das neue Betriebssystem wurde im Rahmen der systeminternen Upgrade-Funktion an die Nutzer verteilt und war bis zum 29. Juli kostenlos erhältlich. Regulär kostet Windows 10 Home 135 Euro, Windows 10 Pro 279 Euro.