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22.06.2018

Uli Hoeneß stoppt E-Sport-Pläne von FC Bayern München

Hoeneß: 'Ich möchte keinen Spieler für 100 Millionen Euro kaufen'. © Bild: REUTERS/ALEXANDER HASSENSTEIN

Der FC Bayern München wollte fünf Millionen Euro in den E-Sport stecken. Doch Präsident Hoeneß war dagegen.

Der FC Bayern München wird sich laut „Bild“-Zeitung nach einem Veto von Präsident Uli Hoeneß nicht intensiv im E-Sport engagieren. Wie das Blatt am Freitag schrieb, habe Hoeneß Pläne für eine eigene Digitalsport-Abteilung beendet. Für den 66-Jährigen passen professionell betriebene Computer- und Konsolenspiele nicht zum Bild des Fußball-Rekordmeisters, wie es hieß.

Der Verein war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Die Pläne sahen ursprünglich ein Budget in der Höhe von fünf Millionen Euro vor, mit denen Profi-Spieler und Trainingsräume finanziert werden sollten. Neben der Fußball-Simulation " FIFA 19" hätten auch die MOBAs (Multiplayer Online Battle Arena) Dota 2 und League of Legends sowie der Battle-Royale-Shooter Fortnite gespielt werden sollen. 

Basketballer spielen dennoch E-Sports

Andere Clubs wie der FC Schalke 04 haben bereits seit einiger Zeit E-Sport-Abteilungen, in Deutschland gibt es mittlerweile auch eine virtuelle Bundesliga, ähnlich wie die eBundesliga in Österreich. Auch der frühere Nationalspieler Christian Fuchs kündigte kürzlich die Gründung eines eigenen E-Sports-Teams an. Der 1. FC Nürnberg verdient durch seine Spieler und dadurch gewonnene Partner sogar Geld, sagte Geschäftsführer Michael Meeske der „Bild“.

Die Bayern-Basketballer hatten jüngst ein eigenes Projekt gestartet mit Computerspielern, die die Basketball-Simulation NBA2K spielen. Viel beliebter und finanziell lukrativer sind dagegen Actionspiele - allerdings lösen diese bei vielen auch die meiste Kritik aus.