Das erste „Tomb Raider“-Spiel entstand bereits 1996. Mittlerweile gibt es insgesamt 17 Titel für alle möglichen Konsolen und Computersysteme.

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Games
07/30/2019

Wie sich übertriebene Sexualisierung in Videogames auswirkt

Haben Lara Croft und Co. einen negativen Einfluss auf die Körperwahrnehmung von Frauen? Eine Studie klärt auf.

Gamer (und Nicht-Gamer) haben schon lange bemerkt, dass der weibliche Körper in Videospielen äußerst übertrieben sexualisiert dargestellt wird. Teilweise hat das sogar zu Denkanstößen bei den Entwicklern geführt, wie futurezone berichtet hat.

Wissenschaftler interessieren sich aus diesem Grund vor allem für den Einfluss dieser Darstellungen auf die Menschen. Einer davon ist Chris Ferguson von der Stetson University. Er hat eine Studie durchgeführt, um zu erfahren, wie sich „sexy Frauen“ in Videospielen auf Frauen im echten Leben auswirken.

Diverse Spiele sinnvoll

In einem Interview mit Kotaku meint er, dass es diversere Spiele geben sollte, die stärkere und weniger sexualisierte weibliche Charaktere zeigen. Während Ferguson aber grundsätzlich skeptisch ist, was den Einfluss von Videospielen auf den Menschen betrifft, ist seine Co-Autorin Danielle Lindner gegenteiliger Meinung.

Das Ergebnis der Studie: Rund 100 Probandinnen wurden gebeten, eines von zwei Tomb Raider-Spielen zu spielen. Unter anderem ist Lara Croft in einem mit einem Bikini und einem engen Neopren-Top bekleidet, wodurch ihre Taille, Hüfte und Brüste stark betont sind. Die Probandinnen identifizierten die virtuelle Protagonistin jedoch klar als Fiktion. Sie soll keinen Einfluss auf die Wahrnehmung des eigenen Körpers haben, wie die Forscher glauben. Repräsentativ ist die Studie allerdings nicht und auch das Alter der Probandinnen wird nicht erwähnt.

Gewalttätige Spiele

Ferguson hat 2012 ebenfalls ermittelt, ob gewalttätige Videospiele zu Gewalt bei Gamern führt. „Es gibt keine ausreichenden Beweise, dass Videospiele oder andere Medien – nicht einmal in geringster Weise – zu Massenmord oder jeglicher Art von Gewalt unter Jugendlichen führt“. Auch dieses Thema wird seit Jahrzehnten immer wieder neu untersucht.