Meinung
14.11.2013

Austro Control – Sicherheit liegt in der Luft.

Austro Control ist verantwortlich für einen sicheren und wirtschaftlichen Ablauf des Flugverkehrs im österreichischen Luftraum, mit täglich bis zu 4.000 kontrollierten Luftfahrzeugen. Rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr.

Mit dem Einsatz modernster Technologien garantiert Austro Control auch für die Zukunft eine sichere, effiziente und umweltfreundliche Abwicklung des Flugverkehrs in Österreich. Die MitarbeiterInnen von Austro Control Engineering Services (AES) planen, errichten und betreiben alle Flugsicherungstechnik- und IT-Services.

1983 kam ich als erste weibliche Technikerin zu Austro Control, dem damaligen Bundesamt für Zivilluftfahrt. Seither hat sich nicht nur die technische Infrastruktur rasant weiterentwickelt, auch der Umgang und die Akzeptanz in Bezug auf Frauen in technischen Aufgabenbereichen haben sich maßgeblich positiv geändert. Fortwährende technologische Erneuerungen und Erweiterungen, so wie das gleichzeitige Bestreben Sicherheitsstandards zu erhöhen, sorgen dafür, dass der Arbeitsalltag für AES MitarbeiterInnen herausfordernd und spannend bleibt. Über viele Jahre lagen meine Hauptaufgaben im operativen Bereich der Flugsicherungstechnik (Aufrechterhaltung des Betriebes, Wartung und Instandsetzung von Radar-Anlagen im Osten Österreichs). Heute stehen Projektmitarbeit, Problem-Management und Training für den Bereich Surveillance im Vordergrund.

Unter “Surveillance” ( Überwachung) versteht man die Ortung von Luft- und Bodenfahrzeugen zur sicheren Abwicklung des Flugverkehrs. Austro Control setzt unterschiedliche Surveillance Techniken, wie klassischen Radarsysteme, moderne MODE-S (Mode Selective) Radaranlagen, Multilateration und ADS-B (Automatic Dependent Surveillance - Broadcast) ein. Zur Überwachung des österreichischen Luftraums stehen Austro Control drei Mittelbereichsradarstationen zur Verfügung, die mit Sekundärradar arbeiten (Buschberg, Feichtberg und Koralpe). Im Bereich der Flughäfen kommen kombinierte Radaranlagen zum Einsatz. Eine Sekundärradaranlage fragt eine spezielle Elektronik (Transponder) an Bord von Luftfahrzeugen, zumindest nach Identität und Flughöhe, ab.

Diese Daten bilden die Grundlage für das Luftlagebild auf den Monitoren der FlugverkehrsleiterInnen, wie es sie zum Beispiel im Area Control Center (ACC) von Austro Control in Wien gibt. Dort wurde im Februar 2013 das neue Betriebssystem „TopSky“ in Betrieb genommen. Dieses ermöglicht nun ein erleichtertes und noch besser abgestimmtes Arbeiten für FlugverkehrsleiterInnen. So wurde die Darstellung der Flugdaten auf Papierstreifen durch elektronische Darstellung abgelöst, die Kommunikation zwischen FlugverkehrsleiterInnen benachbarter Sektoren wurde automatisiert. „TopSky” ist eine gemeinsame Entwicklung im Rahmen der internationalen Kooperation COOPANS (Cooperation between ANS Providers) mit den Flugsicherungen aus Dänemark, Schweden, Irland, Kroatien und Österreich sowie dem Industriepartner Thales.

Ing. Edith Zecha

1983-2006: Flugsicherungsingenieurin (als erste weibliche Technikerin) der Dienstgruppe RADAR an der Flugsicherungsstelle Wien von Austro Control, Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt GmbH (vormals Bundesamt für Zivilluftfahrt)

2000-2006: Cheftechnikerin des Fachdiensts Technik am Flughafen Wien-Schwechat

seit 2007: Systemingenieurin für Sekundärradaranlagen ( AES/SI/SUR)

seit 1993: Trainer (RADAR Technik) bei Austro Control