Als Gefahr mit dem fünftgrößten Einfluss auf die Welt wird jene durch einen Zusammenbruch der Internet-Infrastruktur gesehen.

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Cyberwar
06/04/2012

Britischer Minister: "Viren sind zivilisiert"

Auf Stuxnet angesprochen sprach Nick Harvey, britischer Staatsminister für die Steitkräfte, von einer "zivilisierten Möglichkeit". Von den im New York Times-Artikel erwähnten Abläufen will er aber nichts gewusst haben.

Der derzeit amtierende Staatsminister für die Streitkräfte, Nick Harvey, sprach sich auf einer Sicherheitskonferenz in Singapur für den Einsatz von Viren aus. Laut einer Meldung von Spiegel Online habe er auf eine Frage zum vor wenigen Tagen in der New York Times erschienenen Artikel über Stuxnet folgendes gesagt: "Ich würde sagen, dass eine Regierung, die zu dem Schluss gekommen ist, dass sie aus Gründen des nationalen Interesses oder der nationalen Sicherheit einen Effekt bei einem Gegner erzielen muss ... dann ist das wohl eine recht zivilisierte Möglichkeit."

Warnungen von UNO und Heimatschutzministerium
Der Einsatz von Cyberwaffen ist durchaus umstritten, doch zahlreiche Regierungen scheinen ihre Bemühungen in diese Richtung zu verstärken. Vergangene Woche tauchte nun

ein weiterer Virus auf, der aufgrund seiner Komplexität ebenfalls von Geheimdiensten stammen könnte. Neben seinen Entdeckern Kaspersky warnte auch das US-Heimatschutzministerium sowie
vor dem Virus.

Cyberwar ist "effizient"
Stuxnet soll eine Co-Produktion von israelischen und US-amerikanischen Computerexperten gewesen sein. Das besagt auch der aktuelle Artikel der New York Times, laut dem US-Präsident Barack Obama den Befehl zum Einsatz des Computervirus gegeben haben soll. Stuxnet wurde von zahlreichen Experten als "effiziente Cyberwaffe" bezeichnet, die insgesamt tausend Uranzentrifugen des iranischen Atomprogramms irreperabel beschädigte.

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