U.S. President Trump hosts Rose Garden event on treating diabetes at the White House during coronavirus disease (COVID-19) outbreak in Washington

© REUTERS / JONATHAN ERNST

Netzpolitik
05/27/2020

Donald Trump droht Twitter abzudrehen

Die Reaktion auf einen als irreführend markierten Tweet ließ nicht lange auf sich warten und fiel drastisch aus.

US-Präsident Donald Trump hat auf die erstmalige Kennzeichnung zweier seiner Tweets als irreführend mit einem Frontalangriff und einer Drohung reagiert. Ohne Twitter namentlich zu erwähnen warf er der Plattform und anderen sozialen Medien vor, konservative Stimmen zum Schweigen bringen zu wollen. "Wir werden diese stark regulieren oder sie abdrehen, bevor so etwas jemals geschehen kann", schrieb Trump vor kurzem auf Twitter.

Druck auf Twitter steigt

Der offenen Kriegserklärung des US-Präsidenten gegen Twitter und Co. waren zwei Tweets über angebliche Betrügereien bei Briefwahlen vorausgegangen. Twitter hatte diese mit einem weiterführenden Faktencheck markiert. Nach wochenlangen Tiraden, in denen Trump immer wieder auch Verschwörungstheorien in Zusammenhang mit dem bekannten US-Moderator Joe Scarborough und dessen längst widerlegte Involvierung in einen Todesfall einer Mitarbeiterin verbreitete, stand Twitter zunehmend unter Druck, auf die offensichtlichen Falschinformationen hinzuweisen.

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Die Plattform steht nun vor der praktisch unlösbaren Aufgabe, den US-Präsidenten einzubremsen und somit eine offene Auseinandersetzung mit einem ihrer reichweitenstärksten und mächtigsten User zu riskieren. Twitter ist der mit Abstand wichtigste Kommunikationskanal Trumps. Er verfügt über mehr als 80 Millionen Follower und nutzt den Dienst täglich für zahlreiche Beiträge, die von Medien, Anhängern und politischen Gegnern verlässlich thematisiert und weiterverbreitet werden.

Obama ist Trump weit voraus

Im weltweiten Twitter-Ranking muss sich Trump allerdings nur mit Platz 9 zufrieden geben. Unangefochtener Spitzenreiter ist mit 118 Millionen Follower sein Vorgänger Barack Obama. Aber auch Popstars wie Justin Bieber, Katy Perry, Rihanna und Taylor Swift liegen vor Trump, ebenso wie Christiano Ronaldo, Lady Gaga und die US-Moderatorin Ellen DeGeneres.

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