Netzpolitik
22.05.2018

EU-Unternehmen sehen DSGVO trotz Bedenken positiv

Die EU-Datenschutzgrundverordnung tritt am 25. Mai in Kraft. Trotz Kritik sieht die Mehrheit der Unternehmen ihr positiv entgegen.

Die Unternehmen in Europa stehen nach einer Analyse im Auftrag des Hamburger Finanzdienstleisters EOS der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) eher positiv gegenüber.

Mehr als zwei Drittel derjenigen Unternehmen, welche die neue Verordnung als relevant einschätzen, profitieren demnach von höherer Datensicherheit in ihrem Forderungsmanagement, heißt es in einer Mitteilung des Konzerns. Dieser Vorteil überwiege die Nachteile, vor allem den bürokratischen Mehraufwand und die steigenden Dokumentationspflichten.

Zu locker genommen

Rund elf Prozent der befragten Unternehmen kannten die DSGVO gar nicht. „Hier besteht die Gefahr, dass die Verordnung auf die leichte Schulter genommen wird“, sagte Kirsten Pedd von der EOS Gruppe, einer Tochtergesellschaft des Otto-Konzerns.

Ein Viertel der 3000 Unternehmen aus 15 Ländern kennt zwar die DSGVO, hält sie aber für das eigene Geschäft für wenig bis gar nicht relevant. Die DSGVO soll den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der EU sicherstellen und den freien Datenverkehr gewährleisten.