Netzpolitik 29.11.2016

Europol sperrte 4.500 Internetseiten wegen Markenpiraterie

Nicht nur gefälschte Mode, auch Gadgets wie Smartphones werden oftmals gefälscht © Bild: REUTERS/ALY SONG

Die europäische Polizeibehörde hat zahlreiche Webseiten, über die gefälschte Markenprodukte verkauft wurden, geschlossen. Insgesamt 27 Länder waren an der Aktion beteiligt.

In einer grenzübergreifenden Razzia gegen Markenpiraterie hat die europäische Polizeibehörde Europol mehr als 4.500 Verkaufsseiten im Internet gesperrt. Über diese Seiten seien gefälschte Markenartikel verkauft worden, teilte Europol am Montagabend mit. An der Polizeiaktion seien 27 Länder beteiligt gewesen - die meisten in Europa, aber auch die USA und Kanada.

Verkauf über Facebook und Instagram

Bei den angebotenen Produkten handelte es sich um Fälschungen von Luxusartikeln, Sportkleidung, Ersatzteilen, Elektrowaren und Medikamenten, wie die Behörde mitteilte. Auch wenn derartige Angebote "wie ein Schnäppchen wirken, können sie doch ernsthafte Gefahren für die Gesundheit und die Sicherheit des Käufers darstellen", warnte Europol.

Die meisten der nun geschlossenen Internet-Seiten hätten ihre Waren über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram angeboten, erklärte die Behörde. Im Vergleich zu einer ähnlichen Aktion im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der gesperrten Seiten "erheblich vergrößert".

Lager in Niederlande ausgehoben

Die niederländische Polizei teilte unterdessen mit, dass sie im Rahmen der Europol-Aktion zwölf Menschen festgenommen und mehrere Häuser und Warenlager durchsucht habe. Mehr als 3.500 Gegenstände seien sichergestellt worden - darunter Fälschungen von Markenprodukten von Adidas, Nike und Kenzo.

( Agenturen ) Erstellt am 29.11.2016