Netzpolitik
15.12.2017

"Harlem Shake"-Produzent verklagt FCC wegen Video

Der Chef der US-Telekomaufsicht FCC hat den "Harlem Shake" in einem Video zu angeblich harmlosen Folgen der Netzneutralitäts-Abschaffung verwendet und wird nun verklagt.

Für Verfechter der Netzneutralität hat sich Ajit Pai zu einem der meistgehassten Menschen in den USA gemausert. Der Chef der US-Telekomaufsicht FCC hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass die bisher strikten Regeln zur Gleichbehandlung von Daten im Internet aufgeweicht werden. In einem Video stellte Pai persönlich die angeblich harmlosen Folgen dieser Entscheidung dar. Unter anderem postet er darin Foodies auf Instagram, sieht sich "Game of Thrones" an, fuchtelt mit einem Star-Wars-Lichtschwert herum und tanzt zu "Harlem Shake".

"Verlierer aufhalten"

Wie Mashable berichtet, bekam der Produzent des Hits von 2013, der als Grundlage für Millionen von YouTube-Videos diente, Wind von der Sache. Von einem anderen Musikproduzenten auf den Umstand aufmerksam gemacht, dass Pai "Harlem Shake" in seinem Video verwende, verkündete Produzent Baauer per Twitter: "Ich gehe dagegen vor. Was auch immer ich tun kann, um diesen Verlierer aufzuhalten."

Der US-DJ führte später gegenüber Billboard aus, sein Track wurde ohne Einwilligung verwendet. Baauer wolle deswegen eine Klage gegen Ajit Pai und die FCC einreichen. Dass gerade sein Musikstück im Dienste der FCC verwendet werde, sei ihm ein Dorn im Auge: "Ich unterstütze die Netzneutralität wie die Mehrheit in diesem Land und ich bin erschüttert, in irgendeiner Weise mit ihrer Abschaffung verknüpft zu werden."