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Netzpolitik
11/21/2019

Neue Netzsperren bei A1 und Magenta

Der Zugang zu zwei Piraterieseiten muss von österreichischen Internetanbietern blockiert werden.

Dem größten wissenschaftlichen Fachverlag Elsevier sind Piraterieseiten wie Sci-Hub und Library Genesis ein Dorn im Auge. Nun konnte der Verlag in Österreich einen Etappensieg erringen. Die Internetanbieter A1 und Magenta müssen für ihre Nutzer den Zugang zu Sci-Hub und Library Genesis sperren. Konkret müssen 24 Domains blockiert werden. Der Grund sind etwaige Urheberrechtsverletzungen seitens der beiden Webseiten. 

Sci-Hub, das auch "Pirate Bay der Wissenschaft" genannt wird, bietet einen Katalog der mehr als 77 Millionen akademische Papers beinhaltet. Die Informatikerin, die Sci-Hub gegründet hat, begründet ihren Schritt damit, dass die hohe Preispolitik von Fachverlagen wie Elsevier die Arbeit von Forschern erschwert. Zudem bekämen lediglich Forscher mit dem nötigen Kleingeld Zugang zu Wissen. Forscher mit wenig finanziellen Mitteln würden hingegen von wichtigen Wissen abgeschnitten.

Erfolg von Netzsperren fraglich

Der Erfolg solcher Netzsperren ist nach wie vor fraglich. Nutzer, die eine gesperrte Website besuchen wollen, können die Sperre mittels VPN mit Leichtigkeit umgehen. Zudem ist es meist nur eine Frage der Zeit bis neue Mirrors für die gesperrten Seiten auftauchen.