Nokia-Smartphones stehen im Verdacht, persönliche Nutzerdaten weiterzuleiten

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Netzpolitik
03/21/2019

Nokia-Smartphones schicken angeblich persönliche Daten nach China

Eine Untersuchung in Finnland soll klären, ob Nokia-Smartphones tatsächlich persönliche Nutzerdaten an die China Telecom übermittelten.

Der norwegische Rundfunk NRK hat angeblich Beweise dafür gefunden, dass bestimmte Smartphones der Marke Nokia persönliche Daten ihrer Nutzer an einen chinesischen Server schicken, welcher der staatlich kontrollierten China Telecom gehört. Der chinesisch-finnische Konzern HMD Global, der die Nokia-Smartphones produziert, sieht sich nun in Finnland mit diesem Vorwurf konfrontiert. Laut Reuters geht der finnische Datenschutz-Ombudsmann nun der Sache nach. Er soll klären, ob der NRK-Bericht den Tatsachen entspricht.

Nokia 7 getestet

Wie Engadget berichtet, hat NRK den Datenverkehr eines Nokia 7 Smartphones überwacht. Dabei stellte man fest, dass sowohl der Standort des Geräts, die SIM-Kartennummer und die Seriennummer des Geräts an die Domain vnet.cn übermittelt wurden.

Hersteller dementiert Datenleck

NRK hat HMD Global mit diesem Ergebnis konfrontiert. Der Smartphone-Hersteller hat angeblich zugegeben, einen Fehler in einem Software-Update gefunden zu haben, das im Jänner ausgeliefert wurde. Der Fehler sei angeblich bereits ausgemerzt. Persönliche Daten seien durch den Fehler angeblich nicht übermittelt worden. Sollte sich bei der finnischen Untersuchung feststellen, dass doch persönlich Daten übermittelt wurden, würde dies einen Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung darstellen.