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Netzpolitik
02/25/2019

RTR bestätigt: 5G-Frequenzen in Österreich werden aktuell versteigert

Die Telekom-Regulierungsbehörde versteigert das Frequenzband 3,4 bis 3,8 Gigahertz, das für 5G reserviert ist.

Dass die erste Frequenzauktion für 5G im Februar stattfinden wird, war bereits bisher bekannt. Wie die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) nun auf Anfrage der futurezone bestätigt, läuft die Auktion bereits. Wann die Auktion genau gestartet wurde, wird öffentlich nicht bekanntgegeben. Ein genaues Enddatum gibt es auch nicht.

"Die Auktion ist vorbei, wenn sich Angebot und Nachfrage getroffen haben", meint RTR-Sprecher Gradnig. Möglicherweise könnte die Bekanntgabe der Ergebnisse daher auch erst im März erfolgen. Eine vorher festgelegte Anzahl an Bieterrunden gibt es jedenfalls bei der Versteigerung der Frequenzbänder zwischen 3,4 und 3,8 Gigahertz nicht.

Verträglicheres Auktionsdesign

Das Versteigerungsverfahren unterscheidet sich grundlegend von jenem der LTE-Auktion im Jahr 2013. Während letztere mit dem Verfahren kombinatorische Clockauktion (CCA) durchgeführt wurde, kommt bei der aktuellen 5G-Auktion das einfache Clockverfahren zur Anwendung.

Die LTE-Auktion 2013 wurde von den Mobilfunkanbietern als intransparent und viel zu teuer kritisiert. Die RTR nahm damals über zwei Milliarden Euro ein. Mobilfunkanbieter meinten anschließend, das Geld habe ihnen beim Netzausbau gefehlt. Die 5G-Auktion soll demgegenüber wesentlich verträglicher für die Bieter ablaufen. Die Mindestgebote wurden deutlich niedriger angesetzt, vor der Auktion gab es mehrere Konsultationsrunden und Probedurchläufe.