Netzpolitik
25.05.2013

US-Behörden befürchten iranische Cyber-Spionage

US-Energiekonzerne stehen laut einem Zeitungsbericht verstärkt unter Angriff durch iranische Hacker. Zeitweise hätten diese auch Zugang zu einer Software gehabt, die ihnen Kontrolle über amerikanische Öl- und Erdgas-Leitungen gegeben hat. Die iranischen Behörden weisen die Vorwürfe zurück.

Iranische Hacker haben sich laut einem Zeitungsbericht Zugang zu Software verschafft, mit der sie amerikanische Öl- und Erdgas-Leitungen manipulieren könnten. Vom Iran unterstützte Cyber-Angriffe gegen US-Unternehmen und insbesondere Energiekonzerne hätten zuletzt zugenommen, schrieb das „Wall Street Journal" am Freitag.

Weniger Sorge um China
Während chinesische Hacker für Industrie-Spionage bekannt seien, machten sich die US-Behörden mehr Sorgen um deren iranische Kollegen, weil sie von ihnen Sabotage-Akte befürchteten, hieß es unter Berufung auf frühere und heutige Staatsbeamte. Es gebe technische Hinweise auf eine Verwicklung des Iran in die Online-Angriffe auf Energie-Unternehmen. Die iranischen Behörden weisen die Vorwürfe stets zurück.

"Erstschlag" aus dem Westen
Der Westen hatte höchstwahrscheinlich bereits eine Cyberwaffe im Iran eingesetzt, um das Atomprogramm des Landes zu sabotieren. Der aufwendige Computerwurm Stuxnet wurde nach Einschätzung von Experten und Medieninformationen von westlichen Geheimdiensten entwickelt und in iranische Atomanlagen eingeschleust. Er wurde mehrere Jahre später von IT-Sicherheitsexperten entdeckt und analysiert.

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