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07/01/2019

Ab heute müssen neue E-Autos Warnsignale abgeben

Mit 1. Juli tritt eine EU-Verordnung in Kraft, laut der langsam fahrende E-Autos für Fußgänger besser hörbar sein müssen.

Der heutige Montag ist der Stichtag für eine 2014 beschlossene EU-Verordnung, die Hersteller von Elektroautos und Hybriden verpflichtet, neue Fahrzeugmodelle für den europäischen Markt mit akustischem Warnsignal auszustatten. So genannte Acoustic Vehicle Alerting Systems (AVAS) sollen bis 2021 in allen elektrischen oder hybriden Neuwagen vorhanden sein, auch in bereits bisher angebotenen Modellen.

Lautstärke eines Gesprächs

Mit einem AVAS ausgestattete Fahrzeuge geben ein akustisches Warnsignal von sich, wenn sie langsamer als 20 km/h fahren oder zurückschieben. Laut Futurism soll das Geräusch mindestens 56 Dezibel erreichen, was in etwa der Lautstärke eines Gesprächs entspricht.

Bessere Wahrnehmbarkeit

Die Autos sollen so für Fußgänger besser wahrnehmbar sein. Bei höheren Geschwindigkeiten sollte das Abrollgeräusch der Räder für ausreichende akustische Aufmerksamkeit sorgen. Laut der BBC sollen Fahrer die Möglichkeit bekommen, das AVAS auszuschalten, wenn sie dies für notwendig halten. Bei jedem Neustart des Fahrzeugs ist das AVAS aber automatisch wieder aktiv.

Weltweit zu erwarten

Einige Autohersteller haben ihre Elektro- und Hybrid-Modelle bereits mit AVAS ausgestattet. Nicht nur in der EU sollen akustische Warnsignale in Zukunft verpflichtend sein. In den USA tritt eine ähnliche Regel wie in der EU etwa ab 2020 in Kraft.