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11.09.2016

Predator 21X: 7000 Euro teures Monster-Notebook ausprobiert

Acht Kilogramm, sechs Lautsprecher, fünf Lüfter, zwei Grafikkarten und ein gebogenes Display: Acers Predator 21X ist eine Machtdemonstration.

Acer hat auf der IFA mit dem Swift 7 nicht nur eines der dünnsten Notebooks der Welt vorgestellt, sondern mit dem Predator 21X auch eines der dicksten. Überhaupt ist es ein Notebook der Extreme. Es wirkt als hätten Casemodder, PC-Tuner und Bastler ausprobiert alles in ein tragbares Gerät zu quetschen, was Gamer begeistert. Und das mit Erfolg.

Vielleicht wollte Acer auch nur den Konkurrenten Asus in die Schranken weisen. Dieser hat im Vorjahr auf der IFA das Gaming-Notebook GX700 mit Wasserkühlung gezeigt. Auch das war bereits massiv – das Predator 21X ist im Vergleich dazu aber ein Monster.

Mechanische Tastatur

Auch wenn das Predator 21X offiziell noch ein Notebook ist, wird es den Schreibtisch wohl nur selten verlassen. Es wiegt acht Kilogramm, ist ziemlich dick und noch dazu unhandlich. Dazu trägt das gebogene 21:9-Display bei. Durch die Biegung entsteht ein Spalt wenn der Display-Deckel zugeklappt wird. Der Spalt ist groß genug, um das Acer Swift 7 Ultrabook hineinzuschieben.

Der Vorteil des Riesendings: Es bietet Platz für eine mechanische Tastatur. Wie es sich für ein mechanisches Gaming-Keyboard gehört, gibt es eine modifizierbare RGB-Beleuchtung. Die Cherry-MX-Schalter waren im Hands-on leiser, als ich es angesichts des Laptop-Monstrums vermutet hätte.

Das Touchpad auf der rechten Seite der Tastatur kann hochgehoben und umgedreht werden, um einen Nummernblock zu erhalten. Die Tasten davon haben keine mechanischen Switches, dennoch ist ein Nummernblock um einiges sinnvoller als ein Touchpad, das ohnehin kein Gamer verwenden wird. Das Touchpad bzw. der Nummernblock ist nicht kabellos und kann nicht neben dem Notebook platziert werden. Schade, denn so hätte man zB. eine Mini-Tastatur mit frei belegbaren Tasten machen können, die man links neben das Notebook legt.

Galerie: Acer 21X im Hands-on

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Display und Augentracker

Trotz der massiven Grafikleistung, die durch die zwei GTX 1080-Grafikkarten zur Verfügung steht, konnte die Darstellung im Hands-on noch nicht ganz überzeugen. Der Grund dafür ist das 21:9-Display. Es ist unregelmäßig hell. Beim finalen Gerät wird das hoffentlich besser sein.

Unter dem Display ist ein Augentracker von Tobii. Dieser erkennt die Blickrichtung des Spielers. Bei manchen Games wird das eingesetzt, um den Kamerawinkel in die Blickrichtung zu bewegen. Das Eye-Tracking funktioniert beim Predator 21X gut, hier gibt es keinen Unterschied zu dem Standalone-Eyetracker von Tobii.

Beleuchteter Lüfter

Einer der fünf Lüfter ist beleuchtet und durch ein Fenster links über der Tastatur sichtbar. Die Abdeckung rechts davon mit dem Grafikaufdruck ist durch eine Schraube an der Oberseite gesichert. So soll der User möglichst einfach das Gerät öffnen können, um SSDs oder RAM-Riegel einzusetzen oder zu tauschen.

Damit das Predator 21X mit ausreichend Strom versorgt wird benötigt es zwei Netzteile, die beide hinten am Gerät angeschlossen werden. Dort befinden sich, neben Ethernet- und einem HDMI-Anschluss, auch noch zwei DisplayPorts, für ein Multi-Monitor-Setup.

Erster Eindruck

Fragt man Acer, warum man ein Gerät wie das Predator 21X baut, müsste die Antworten eigentlich lauten: „Weil wir es können“. Das Predator 21X ist am ehesten eine Machbarkeitsstudie oder eine Machtdemonstration, um zu zeigen, wieviel Gaming man in ein Notebook packen kann.

Interessierte Gamer sollten schon jetzt anfangen für das Predator 21X zu sparen. Denn der Preis ist zwar noch nicht finalisiert, könnte laut Acer aber um die 7000 Euro für die Variante in der Spitzenausstattung liegen. Der Verkauf soll Anfang nächsten Jahres beginnen.

Alle wichtigen News rund um die IFA 2016 in Berlin findet ihr hier.

Disclaimer: Die Reisekosten der futurezone-Redakteure zur IFA werden von Samsung, Sony und der futurezone selbst bezahlt.