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02/27/2020

Citroën bringt kleines Elektroauto um 6900 Euro

Citroën überrascht mit dem elektrischen Mini-Auto AMI für den Stadtverkehr. Es kann über normale Steckdosen geladen werden.

von Martin Stepanek

Der französische Autohersteller Citroën bringt überraschend ein Mini-E-Auto auf den Markt, das als Alternative zu Mopeds und E-Scooter die Elektromobilität in der Stadt verbessern soll. Bei dem am Donnerstag in Paris vorgestellten Citroën AMI handelt es sich um die serienreife Weiterentwicklung des Konzepts AMI One, das ziemlich genau vor einem Jahr vorgestellt wurde. Es soll bereits ab Juni in Frankreich und wenige Monate später in anderen Ländern wie Deutschland, Spanien, Italien, Portugal und Belgien verfügbar sein.

45 km/h Höchstgeschwindigkeit

Einige der Eckpunkte sind gleich geblieben. Das AMI bietet mit seinen ultrakompakten Maßen von 2,41 Metern Länge, 1,39 Metern Breite und einer Höhe von 1,52 Meter Platz für zwei Personen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 45 km/h, zum Lenken ist nur ein Mofa-Führerschein (AM-Klasse) notwendig. Personen ab 15 Jahren dürfen es in Österreich verwenden. In Frankreich kann das AMI überhaupt ohne Führerschein ab 14 Jahren benützt werden.

Die Reichweite hat Citroën mit 70 Kilometer angegeben, das Mini-Auto ist definitiv nur für Kurzstrecken konzipiert. Beim Laden wählt Citroën ebenfalls eine ungewöhnliche Strategie. Verbaut ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 5,5 kWh, der über herkömmliche Steckdosen mit 220 Volt geladen werden kann. Für eine volle Akkuladung muss das kompakte Auto 3 Stunden am Netz hängen. Das dafür notwendige elektrische Kabel ist in in der Türe des Beifahrers integriert.

6900 Euro oder 20 Euro pro Monat

Mit einem Preis von 6900 Euro setzt Citroën die Schwelle niedrig an. Durch eine Ökoforderung wird er in Frankreich sogar um 6000 Euro zu haben sein. Darüber hinaus will der Autokonzern das Fahrzeug auch zur monatlichen Miete anbieten. Ähnlich einem Leasing-Modell muss man zunächst 2644 Euro aufbringen, danach kostet die Nutzung 20 Euro pro Monat. Als dritte Option will Citroën das AMI auch als Car-Sharing-Angebot mit der PSA-Tochter Free2Move etablieren. Dort kostet das Auto 0,26 Euro pro Minute.

Ungeachtet der abgespeckten Kennzahlen wie Reichweite und Höchstgeschwindigkeit hat Citroën dem Einsteiger-E-Auto viel Aufmerksamkeit bei der Konzeption und der Ausstattung geschenkt. Das AMI kommt in sieben verschiedenen Varianten mit vier Farb-Paketen und soll mit einer großen Windschutzscheibe, einem Panorama-Glasdach sowie seiner ausgefallenen Optik überzeugen. Einige der Designelemente sind optional und können personalisiert werden.

Sicherer und komfortabler als Mopeds

Der neue Citroën-CEO Vincent Cobée bezeichnete das eigenwillige Konzept "als echten Durchbruch im Zugang zu urbaner Mobilität", das auch dem veränderten Konsumverhalten vieler Menschen Rechnung trage. Das AMI will Citroën als vollelektrisches Fahrzeug in der Stadt etablieren, das als leistbare Alternative zu Mopeds, aber auch E-Roller oder Fahrrädern nicht nur komfortabler, sondern auf der Straße auch wesentlich sicherer sein soll als die genannten Verkehrsmittel.

Das AMI ist eines von sechs elektrifizierten Modelle, die Citroën für 2020 ankündigte.