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Smartphone

Apple präsentiert iPhone 5 mit 4-Zoll-Display

“Es ist ein absolutes Juwel, es ist das beste Smartphone, das wir je gemacht haben“, sagte Apple-Manager Phil Schiller im Rahmen der Präsentation in San Francisco. Das iPhone 5 (in Schwarz und Weiß) ist 7,6 Millimeter dünn und wiegt 112 Gramm - es ist damit schlanker und leichter als sein Vorgänger iPhone 4S. Das Display misst 4 Zoll und hat eine Auflösung von 1136 mal 640 Pixel (326 ppi). Die Rückseite ist wie erwartet teilweise aus Aluminium - Apple verabschiedet sich damit von der gläsernen Rückseite des iPhone 4 bzw. 4S.

Apple ist offenbar unter Zugzwang geraten und geht damit jenen Weg, den andere Hersteller bereits eingeschlagen haben. Samsung, HTC, LG oder Motorola bieten Konsumenten schon länger Smartphone-Displays, die größer als 4 Zoll sind und sich bei etwa 4,5 Zoll einpendeln. Zum Vergleich: Nokia hat mit dem neuen

eine sehr hohe Pixeldichte (1280 x 768 Pixel, 331 ppi) abgeliefert, Sonys Xperia S soll sogar auf 342ppi kommen.

Hierzulande noch im September
In Österreich soll das iPhone 5 ab 28. September zu haben sein. Alle Mobilfunker haben bereits durchklingen lassen, dass sie das Gerät im Angebot haben werden (

). In Deutschland kommt es bereits am 21. September auf den Markt.

Informationen zu den Preisen gibt es derzeit nur in US-Dollar und auch nur zu solchen Geräten, die in den USA in Verbindung mit einem Handy-Vertrag gekauft werden. Prinzipiell gibt es das Smartphone mit 16, 32 und 64 GB Speicher. Wie die Preise in Österreich gestaltet sind, muss man noch abwarten. Apple will diese laut Aussendung "rechtzeitig zum Marktstart" bekannt geben.

Mehr Platz für Apps, Daten-Turbo LTE
Der Bildschirm bietet eine neue Reihe für Apps - insgesamt stehen dem Nutzer damit 24 App-Symbole zum Anordnen pro Screen zur Verfügung. Das iPhone 5 soll außerdem weltweit LTE (in Europa etwa Netzwerke der Deutschen Telekom und Orange in GB) unterstützen. Auf dieser Informations-Seite von Apple zur LTE-Unterstützung wird Österreich allerdings nicht angeführt.

Das iPhone 5 besitzt einen A6-Prozessor, der doppelt so schnell sein soll wie der A5-Chip, der bis dato im iPhone 4S zum Einsatz kommt. Apple-eigene Apps wie Keynote oder Pages sollen damit etwa zwei Mal so schnell laufen können als bisher. Der neue, kleinere Anschluss für das USB- bzw. Ladekabel, der schon im Vorfeld leakte, wurde "Lightning" getauft. Weiters setzt Apple bei seinem neuen Modell auf die sehr kleinen nano-SIM-Karten. Über NFC-Untersützung oder induktives Laden wie bei Konkurrenzmodellen verlor Apple kein Wort.

Akku und Kamera
Apple hat sich auch bemüht, die Akku-Leistung des neuen Smartphones zu verbessern. Er soll etwa zehnstündiges Internet-Browsen bei WLAN-Verbindung erlauben. Auch die eingebaute 8-Megapixel-Kamera wurde aufgemotzt: Die Linse ist mit Saphir-Glas geschützt und soll besonders kratzfest sein. Die Cam soll außerdem 40 Prozent schneller auslösen als bisher und in dunkler Umgebung bessere Fotos als bei Vorgänger-Modellen schießen können.

Damit konkurriert Apple direkt mit Nokia ums Foto-interessierte Publikum: Das Lumia 920 wurde ebenfalls besonders auf gute Schnappschüsse in dunkleren Umgebungen getrimmt. Außerdem gibt es jetzt einen Panorama-Modus, mit dem man mit einem Schwenk ein sehr breites Panorama-Foto machen können soll. Videos soll man in Full-HD-Qualität aufnehmen können. Die Front-Kamera, hauptsächlich für FaceTime-Videoanrufe gedacht, wurde auf die Auflösung von 720p aufgemotzt.

iOS 6 ab 19. September
Apple-Chef Tim Cook gab an, dass bis dato 400 Millionen iOS-Geräte verkauft wurden. Zum Vergleich: Google hat zuletzt von

gesprochen. Apples App Store hält jetzt bei 700.000 Apps, 250.000 davon sollen für das iPad optimiert sein.

Zusätzlich zu den bereits bekannten Feature von iOS 6 (die

) gab Apple bekannt, in die neue Maps-App eine Suchmaschine mit 100 Millionen verzeichneten "Points of Interest" integriert zu haben. Für die neue App “Passbook” kündigte Apple einige Partner an, die etwa digitale Flugtickets dafür bereitstellen wollen. Außerdem wurde die Facebook-Integration, bei der man etwa dem digitalen Assistenten Siri ein Status-Update diktieren kann, noch einmal vorgeführt. Bei welchen Mobilfunkern die Videoanrufe über das Mobilfunknetz (bisher nur via WLAN möglich) funktionieren werden, ließ Apple offen. iOS 6 wird ab 19. September für ältere iOS-Geräte zum Download zur Verfügung stehen.

Neue iPods und iTunes
Neben einer neuen Version der Musik-Software iTunes (Nummer 11) präsentierte Apple neue iPod nanos (16 GB, 149 Dollar). Diese verfügen über ein 2,5-Zoll-Display mit Multitouch, sind 5,4 Millimeter dünn und mit Bluetooth und Schrittzähler ausgestattet. Zudem wurde der iPod touch in der 5. Generation vorgestellt (ab 299 Dollar), der nur mehr 88 Gramm wiegt, 6,1 Millimeter dünn ist und das Retina-Display, das man schon von iPhones kennt, bekommen hat. Wie das iPhone 5 hat er ein 4-Zoll-Display, außerdem soll ihn der A5-Prozessor antreiben und damit bis zu 7 Mal schneller als der iPod touch der 4. Generation sein. Per "AirPlay Mirroring" und AppleTV kann man die Bildinhalte des Players auf einen Flat-TV spiegeln - der iPod touch wird damit zu einer Art Spiel-Controller für Video-Games am Fernseher.

Für die neuen Musik-Player nano und touch und das iPhone hat Apple neue Kopfhörer designt, die den Namen "EarPods" tragen und für ein besseres Sound-Erlebnis sorgen sollen.

Mac OS X und iPad
Bis dato wurden 7 Millionen Upgrades auf das neueste Mac-Betriebssystem “Mountain Lion” verkauft, in den USA will Apple bei Notebooks bereits zum Marktführer aufgestiegen sein. Im zweiten Quartel 2012 will Apple außerdem 17 Millionen iPads verkauft haben - insgesamt habe man bis dato 84 Millionen Stück des Tablets an den Mann gebracht. Damit will Apple einen Marktanteil bei Tablets von 62 Prozent halten und außerdem für 91 Prozent des Web-Traffics, der von Tablets kommt, sorgen. "Die anderen Tablets dürften noch in Lagern herumliegen”, meinte Cook scherzhaft. Im Rahmen der Veranstaltung sagte Apple-Chef Tim Cook außerdem, dass es weltweit nunmehr 380 Apple Stores in 12 Ländern gebe.

Anmerkungen:
Der US-Tech-Blog Engadget hat uns freundlicherweise die Bilder vom Event zur Verfügung gestellt. Wir bedanken uns sehr herzlich!

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Jakob Steinschaden

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