FILE PHOTO: An Apple company logo is seen behind tree branches outside an Apple store in Beijing
© REUTERS / Jason Lee

Produkte

Apples Streaming-Dienst soll teurer als Netflix werden

Bereits seit längerem ist bekannt, dass Apple an einem Streaming-Service arbeitet, der vor allem Diensten wie Netflix Konkurrenz machen soll. Zuletzt sickerte etwa durch, dass das entsprechende Produkt am 25. März enthüllt wird. Ein nicht unwesentlicher Punkt für den Erfolg dürfte die Preisgestaltung sein.

Der Analyst Tim O’Shea vom Unternehmen Jefferies hat nun in einem Schreiben an Investoren, das Business Insider vorliegt, einen Ausblick auf die Chancen von Apples Streaming-Dienst gegeben. Demnach erwarte er, dass sich Apple preislich über der Konkurrenz ansiedelt. So dürfte der Dienst 15 Dollar im Monat kosten, wie O’Shea prognostiziert. Apple soll sich 30 Prozent der Kosten einbehalten, während der Rest an die Produktionsfirmen gehen.  Hierzulande dürfte Apples Streaming-Dienst demnach also 15 Euro kosten. Apple Music kostet aktuell zehn Dollar bzw. zehn Euro pro Monat.

Erst kürzlich erhöhte Netflix in den USA die Kosten des Standard-Abos von elf auf 13 Dollar pro Monat. Hierzulande ist es um elf Euro zu haben.

Faktoren für Erfolg 

Laut dem Analysten sind die zwei entscheidenden Punkte für den Erfolg des Dienstes exklusiver Content sowie Zugriff auf die Inhalte von den großen Studios und TV-Anstalten. Bei beidem ortet O’Shea Apple nicht in der besten Situation. Besonders Apples Provision von 30 Prozent dürfte bei den Produzenten von Inhalten nicht gut angekommen.

Für Apple spricht das gut ausgebaute Ökosystem, von dem auch der Musik-Dienst Apple Music profitiert. Insgesamt wird der Netflix-Konkurrent für Apple aber nur einen kleinen Teil des Geschäfts ausmachen: Selbst, wenn der Dienst bis 2023 250 Millionen Abonnenten hätte, würde er immer noch nur rund fünf Prozent von Apples Umsatz generieren und könnte so nicht den Rückgang bei Smartphone-Verkäufen ausgleichen. Zum Vergleich: Netflix hat nach zwölf Jahren einen Kundenstamm von 139 Millionen Abonnenten.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare