Drei bringt neue Internet-Tarife und drei neue Router für 5G, Festnetz und hybriden Internetzugang

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09/26/2019

Drei startet ersten 5G-Tarif für Heim-Internet

Mit 5G und hybridem Internetzugang wettet Drei darauf, alle anderen Anbieter bei Bandbreite übertrumpfen zu können.

von David Kotrba

Mobilfunknetze mit dem neuen 5G-Standard wurden bereits von allen drei großen österreichischen Mobilfunkanbietern in Betrieb genommen. 5G-Sender befinden sich derzeit aber nur an wenigen Standorten, Zugang dazu erhielten bisher nur ausgewählte Testkunden. Drei bietet nun den ersten frei verfügbaren 5G-Tarif samt 5G-Router für daheim an. Wegen des noch geringen Ausbaugrades profitieren davon nur Kunden, die in Linz, Wörgl, Pörtschach, Graz oder Wien (Seestadt Aspern oder Floridsdorf) beheimatet sind. Aber auch dem Rest Österreichs verspricht Drei "schnelleres Internet für alle".

Hybrider Internetzugang

"Viele Menschen sind nicht zufrieden mit ihrer Internetverbindung daheim. Von ihrem Anbieter hören sie: Es gibt nichts besseres", meint Drei-CCO Rudolf Schrefl bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. "Wir sagen: Das stimmt nicht." Vor allem mit einem neuen Hybrid-Router will Drei diese Verheißung erfüllen. Dieser nutzt sowohl das Drei-Mobilfunknetz als auch Festnetzleitungen, die für Kunden per "Virtual Unbundling" von der Telekom losgelöst werden.

"Es geht uns nicht um eine bestimmte Technologie", meint Drei-CEO Jan Trionow. "Sondern um schnelles Internet, das einfach zu nutzen und leistbar ist." Anlass für diesen Vorstoß seien u.a. Studien, wonach Österreich bei Festnetz-Internet-Bandbreiten unter dem EU-Durchschnitt liegt.

Drei läutet neues Internetzeitalter ein.

Angebot je nach Standort

Auf der Drei-Webseite sollen Kunden künftig ihre Adresse eingeben und sogleich erfahren, welche Bandbreiten mit welchen Technologien (4G/LTE, 5G, Festnetz oder Hybrid) an ihrem Standort möglich sind. Passend dazu gibt es mehrere Tarife, die maximale Bandbreiten zwischen 10 und 1000 Megabit pro Sekunde versprechen.

Der Einsteigertarif StartNet mit 10 Mbit/s und unlimitiertem Datenvolumen ist in Kombination mit einem LTE-Router oder einem Huawei HG659 Festnetzrouter für 14 Euro monatlich erhältlich. Für den Spitzentarif PowerNet XXXL mit 1 Gbit/s und dem gleichen Festnetzrouter sind 199 Euro pro Monat fällig.

5G-Tarife

Direkt unterhalb des Spitzenprodukts angesiedelt ist der Tarif PowerNet XXL für 99 Euro monatlich, der nur in Kombination mit einem ZTE MC801 5G-Router angeboten wird. Er verspricht Bandbreiten bis zu 500 Mbit/s, also noch deutlich weniger als jene Gigabit-Bandbreiten, die mit der 5G-Technologie generell in Aussicht gestellt werden. Den Tarif wählen können in der Praxis nur jene Personen, die an den erwähnten wenigen bisherigen 5G-Standorten wohnen.

Der 5G-Router kann außerdem in Kombination mit dem Tarif PowerNet XL für 46 Euro (bis 200 Mbit/s) ausgewählt werden. Für Bandbreiten zwischen 40 Mbit/s (Tarif PowerNet M) und 200 Mbit/s empfiehlt Drei allerdings seinen neuen Drei Duolink Hybrid-Router. Durch diesen profitiere man gegenüber reinen Mobil-Routern auch in Spitzenzeiten von stabilen Bandbreiten, meint Schrefl. Auf alle Internet-Tarife gibt es Rabatt, wenn man zusätzlich einen (7 Euro Nachlass) oder zwei Handyverträge (14 Euro) bei Drei abgeschlossen hat. Geschäftskunden können außerdem weitere Preisvorteile erwarten.

Speedwette

Drei wettet jedenfalls darauf, dass es Kunden durch sein neues Angebot schnelleres Internet zu einem niedrigeren Preis als die Konkurrenz bieten kann. In einer kommenden Werbekampagne wird die "Speedwette" ausgerufen. Kann Drei gegenüber bestimmten Kunden sein Versprechen nicht einlösen, winken Preise. Auf garantierte Mindestgeschwindigkeiten will sich das Unternehmen aber nicht einlassen.

Ausbaupläne

In "wenigen Wochen" will Drei sein erstes 5G-Smartphone anbieten: Das ZTE Axon 10 Pro 5G. Sein 5G-Netz will Drei in naher Zukunft vor allem dort ausbauen, wo das Unternehmen Kooperationspartner in Form von Unternehmen oder Gemeinden gewinnen kann. Während bislang 5G-Netzwerktechnik vom chinesischen Ausrüster ZTE verwendet wird, plant Drei laut CEO Trionow "einen Massen-Roll-Out" im nächsten Jahr. Eine Ausschreibung dafür, welchen Netzwerkausrüster Drei dafür engagiert, sei noch am laufen.