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05/17/2020

Dyson zeigt eingestelltes Elektroauto her

Das siebensitzige Fahrzeug sollte fast die doppelte Reichweite haben wie Teslas Model X.

Im vergangenen Oktober stellte der britische Dyson-Konzern überraschend die Entwicklung seines Elektroautos ein. Nun zeigte Firmengründer James Dyson das Fahrzeug doch her. Für ein Interview mit der "Sunday Times" ließ er sich mit einem Prototypen des Wagens fotografieren und gab auch Auskunft über die Spezifikationen des Fahrzeuges.

 

960 Kilometer Reichweite

Der Wagen mit dem Codenamen "N526" hätte laut dem britischen Milliardär mit einer Ladung mehr als 960 Kilometer (600 Meilen) weit fahren können. Ermöglicht hätten dies die vom Unternehmen entwickelten Festkörperbatterien, die wie Dyson ausführte "selbst in einer eiskalten Februarnacht mit 100 km/h auf der Autobahn und eingeschalteter Heizung und Radio" kein Problem damit hätten eine solche Leistung aufrechtzuerhalten.

Das 2,6 Tonnen schwere Auto mit sieben Sitzen sollte in 4,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können. Die Höchstgeschwindigkeit gab Dyson mit rund 200 km/h an. Angetrieben werden sollte das Dyson-E-Auto, dem eine gewisse Ähnlichkeit mit aktuellen Range-Rover-Modellen nicht abzusprechen ist, mit zwei 200 kW-Motoren.

Die Maße sollten 5 x 2 x 1,7 Meter betragen. Laut Dyson wären die Räder größer gewesen als bei jedem anderen Serienauto auf dem Markt.

500.000 Pfund investiert

In das Auto habe er 500.000 Pfund (rund 560.000 Euro) seines eigenen Vermögens gesteckt, sagte Dyson der "Sunday Times". Wirtschaftlich hätte es sich aber nicht gerechnet, da Dyson nicht wie andere Autohersteller die Verluste über den Verkauf von Benzin- und Dieselfahrzeuge kompensieren könne. Dyson hätte mit jedem Auto 150.000 Pfund verdienen müssen, um die Gewinnschwelle zu erreichen, so der Milliardär.

Der Geist des Wagens lebe aber weiter, sagte Dyson. Die 500 Mitarbeiter, die an der Entwicklung beteiligt gewesen seien, würden bereits an zahlreichen weiteren Projekten arbeiten. Für die Idee, andere Hersteller die Festkörperbatterien seines Unternehmens nutzen zu lassen, sei er offen. Am Bau eines Autos werde sich sein Unternehmen aber nur dann wieder versuchen, wenn es wirtschaftlich rentabel sei.

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