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Microsoft Experte: Windows ist dem Untergang geweiht.

Um Windows an der Spitze ablösen zu können, müssen Android und iOS aber produktiver werden
Um Windows an der Spitze ablösen zu können, müssen Android und iOS aber produktiver werden - Foto: APA/EPA/MICROSOFT / HANDOUT
Paul Thurrott, ein bekannter Windows-Blogger, sieht das Ende der Windows-Ära gekommen. An seine Stelle dürften Android und iOS treten, die produktiver werden sollen.

Die PC-Branche befindet sich bereits seit einigen Jahren in der Krise. Immer wieder wandten sich die Hersteller an Microsoft, in der Hoffnung, ein neues Windows könnte die Verkaufszahlen wieder beflügeln. Doch dieser Effekt blieb aus - und wie sich zeigen sollte, stecken nicht nur die PC-Hersteller in der Krise, auch Windows verliert spürbar an Bedeutung. Davor warnt auch der bekannte Microsoft-Blogger Paul Thurrott, der trotz knapp 90 Prozent Marktanteil das baldige Ende der Windows-Ära erwartet.

"Windows-Dinosaurier" vor Auslöschung

An die Stelle von Windows sollen Android und iOS treten, die Leaks zufolge in den kommenden Versionen neue Multitasking-Funktionen bekommen dürften. Mit diesen sollen Smartphones und Tablets künftig auch zum Arbeiten verwendet werden können. "Das ist ein potenzieller Moment der Auslöschung. Android und iOS nehmen die Rolle des Asteroiden ein, der auf die Erde zurast und die Windows-Dinosaurier auslöschen könnte", schreibt Thurrott. 

Das wahre Ausmaß werde sich aber erst dann bemerkbar machen, wenn jene Generation, die mit Smartphones und Tablets aufgewachsen ist, berufstätig wird. "Für sie ist Microsoft so relevant wie Sears, AOL oder IBM." Microsoft versucht unter anderem damit gegenzusteuern, indem Windows 10 vorerst kostenlos angeboten wird. Das selbsterklärte Ziel: Windows 10 soll auf einer Milliarde Geräte laufen.

Platz in der Nische

Doch Thurrott bezweifelt, dass das reichen wird. "Es ist deutlich einfacher, die mobilen Plattformen so zu verbessern, dass sie PCs ersetzen können, als PCs so zu vereinfachen, dass sie für mobile Zwecke verwendet werden können." Letzteres versuchte Microsoft zuletzt mit Windows 8 - und scheiterte deutlich. Mit Windows 10 macht man einen Schritt zurück und bietet seinen Kunden wieder den klassischen Desktop. Dieser werde sich wohl halten, allerdings nur für spezielle Anwendungsgebiete, beispielsweise CAD-Programme, Musikbearbeitung und Softwareentwicklung.

Wie wichtig die mobilen Plattformen mittlerweile sind, hat selbst Microsoft erkannt. Das zeigt sich unter anderem an Microsofts Office-Strategie: Mittlerweile ist Microsofts komplettes Office-Paket - mit großem Erfolg - auf Android und iOS verfügbar. Zudem veröffentlicht Microsoft immer wieder Apps von seinen "Garage"-Projekten, die von Microsoft-Entwicklern in ihrer Freizeit entwickelt werden, für Android und iOS.

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(futurezone) Erstellt am 04.05.2016, 12:30

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