Vorabversionen von Firefox 5 und 6

© Mozilla

Browser
01/30/2012

Firefox 10 führt Business-Version ein

Mit der für Dienstag geplanten Veröffentlichung von Firefox 10 soll erstmals auch eine Business-Variante des Mozilla-Browsers zur Verfügung gestellt werden. Mit Firefox ESR (Extended Support Release) reagiert Mozilla auf die vielfach geäußerte Kritik, die häufigen Versions-Updates machten eine Implementierung in Unternehmen beinahe unmöglich.

von Martin Stepanek

Die Idee hinter der Business-Version ist, dass diese nur einmal im Jahr ein größeres Update erfährt. Statt des etablierten sechswöchigen Release-Zyklus soll die Business-Version offiziell nur nach jedem 7. Firefox-Update als neue Version veröffentlicht werden. Die nächste Firefox ESR Veröffentlichung wäre demnach in 42 Wochen mit Firefox 17. Eine eigene Business-Seite, auf der die Firefox-Version angeboten wird, soll in Kürze freigeschaltet werden.

Firefox 10 Release bestätigt
Während die Veröffentlichung von Firefox 10 am Dienstag als fix gilt, ist derzeit noch unklar, ob auch die praktisch identische Business-Version pünktlich zum Download verfügbar sein wird. Im Mittelpunkt der Verbesserungen bei Version 10 ist das Add-on-System, das ebenfalls unter dem schnelleren Release-Zyklus gelitten hat.

Bislang hat Mozilla bei einem Versions-Update nämlich alle Add-ons als inkompatibel eingestuft, die von den Entwicklern nicht dezidiert als kompatibel ausgewiesen wurden. In der Praxis bedeutete dies, dass Add-ons auch dann nicht mehr verfügbar waren, wenn sie von den Veränderungen am Browser gar nicht betroffen waren. Für Entwickler bedeutete der schnelle Update-Zyklus einen hohen Druck, die eigenen Add-ons alle sechs Wochen zu prüfen und für die neue Version wieder freizugeben.

Erleichterung für Entwickler

Mit Firefox 10 dreht Mozilla nun den Spieß um. Tritt kein offensichtliches Problem auf, bleiben die Add-ons auch nach dem Update des Browsers aktiv. Mit diesem Schritt will Mozilla dem Ziel näherkommen, stille Updates nach Google-Chrome-Vorbild durchführen zu können. User sollen zukünftig von einem Upgrade so wenig wie möglich mitbekommen bzw. bestenfalls einen kurzen Hinweis erhalten, dass der Browser automatisch auf den neuesten Stand gebracht wurde.

Mehr zum Thema

  • Google zahlt 900 Millionen Dollar an Mozilla
  • Mozilla und Google verlängern Partnerschaft
  • Google-Browser Chrome überholt Firefox