© Futurezone / Thomas Prenner

Consumer Electronics Show
01/06/2011

Intel: Den Grafikkarten an den Kragen

Intel präsentiert die neue Generation ihrer Prozessoren. Die Nachfolger der Intel Core i7, i5 und i3 wollen mit verstärkter Leistung und veränderter Arbeitsaufteilung den externen Grafikkarten zunehmend den Rang ablaufen.

Im Rahmen der Consumer Electronics Show in Las Vegas hat Intel am Mittwochvormittag (Ortszeit) die neue Generation ihrer Prozessoren präsentiert. Die Richtung in die der Konzern gehen will wurde deutlich - Intel Grafikchips überflüssig machen und die entsprechenden Aufgaben direkt in die CPU-Einheit integrieren. Hierfür ist in erster Linie eine verstärkte Leistungsfähigkeit vonnöten, die mithilfe der neuen 32 Nanomenter Technologie erreicht wird.

Die Vorteile einer in die CPU integrierten Grafiklösung liegen klar auf Hand, so kann sich eine entsprechende Technik in erster Linie in kompakten Abmessungen der Hardware und in geringerem Stromverbrafuch abzeichnen. Die neue Prozessorlinie mit dem Codenamen "Sandy Bridge" soll mit genau diesen Vorteilen aufwarten können.

Die Präsentation in Las Vegas wurde von Intels Chef der PC-Sparte Shmuel "Mooly" Eden geleitet. Im Programm war unter anderem einen Auftritt von Valve-Chef Gabe Newell. Newell bescheinigte Intels neuer Prozessorgeneration ein "Game Changer" zu sein. Die Spieleschmiede arbeite eng mit Intel zusammen und wird unter anderem den Nachfolger des populären Spiels Portal auf die neue Intel Technologie abstimmen. Portal 2 soll im April diesen Jahres erscheinen und volle Kompatibilität mit Intels Prozessoren der neuen Generation bieten. Um die Fähigkeiten der neuen CPU eindrucksvoll darzustellen wurde eine Demo von Portal 2 präsentiert, sowie ein fotorealistisches 3D-Modell von Edens Kopf in Echtzeit generiert.

Wireless Display und Kooperation mit Time Warner
Bemerkenswert ist außerdem die neue Version von Intels Wireless Display. In der aktuellen Variante ist es möglich, Bildschirminhalte in Full-HD schnell und einfach auf einen entsprechenden Bildschirm zu übertragen.

Eine weitere Kooperation ging Intel mit dem Filmstudio Warner Brothers ein. Jene soll über die US-Amerikanische On-Demand Filmplattform CinemaNow erfolgen. Kevin Tsujihara, der Präsident von Warner Brothers verkündete bei Intels Presseevent, dass es nun keinen Grund mehr gäbe, ihre Inhalte auch als Stream in High Definition anzubieten.

(Thomas Prenner/Las Vegas)