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24.07.2018

MacBook Pro kann Daten verlieren, wenn Mainboard defekt ist

Ein Port, über den Apple-Techniker bislang Daten retten konnten, ist bei der 2018er-Variante des Notebooks verschwunden.

Käufer eines neuen 2018 MacBooks Pro sollten sich besonders gut um das Absichern ihrer wichtigen Daten kümmern, da das Wiederherstellen bei einem Defekt schwierig sein könnte. Konkret geht es um Fälle, bei denen das Mainboard, das Apple traditionell Logic Board nennt, aufgibt, die fix integrierte SSD aber noch funktionsfähig ist.

Bislang konnten Kunden ihr Notebook zu einem Apple-Store tragen, wo die Daten der SSD durch das Customer Data Migration Tool ausgelesen werden konnten. Die Apple-Angestellten nutzten dazu einen eigens vorhandenen Port. Jener Port ist beim aktuellen 2018er Macbook Pro mit Touch Bar aber nicht mehr vorhanden, wie iFixit beim Zerlegen eines Exemplars festgestellt hat.

MacRumors berichtet unter Berufung auf interne Apple-Quellen, dass das Datenrettungs-Tool tatsächlich inkompatibel mit der neuesten Variante des Notebooks ist.

Alternative

Wie oder ob es für Apple-Techniker möglich ist, die Daten einer funktionsfähigen SSD bei einem schweren Mainboard-Defekt auszulesen, war vorerst noch unklar. Sollte das betroffene Gerät noch booten, wäre es aber zumindest möglich, Daten via Thunderbolt 3 zu übertragen, sobald man sich im Target-Disk-Mode befindet.

Ebenfalls nur spekuliert werden kann über die Gründe für das Weglassen des Ports. Möglicherweise hat die im MacBook nun eingesetzte Hardware-basierte Verschlüsselung etwas damit zu tun, die auch bei den iMac Pros integriert ist.