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02/24/2019

Nokia 1 Plus, 3.2 und 4.2: HMD Global zeigt günstige Smartphones

Von 99 bis 199 Euro: Die neuen Nokia-Smartphones sollen vor allem sparsame Smartphone-Nutzer ansprechen.

Neben seinem neuen Flaggschiff-Modell, dem Nokia 9 PureView, hat HMD Global auch mehrere günstige Einsteiger-Smartphones präsentiert. Das günstigste neue Smartphone ist das Nokia 1 Plus, das von HMD Global als „große Schwester“ des Nokia 1 beworben wird.

Im Vergleich zum Nokia 1 setzt das 99-Euro-Smartphone auf einen größeren LC-Bildschirm (5,45 Zoll, 960 mal 540 Pixel) und einen größeren Akku (2500 mAh). Zudem löst die Hauptkamera nun mit acht Megapixel auf und die 5-Megapixel-Selfie-Kamera verfügt über einen Schönheits-Modus. Beim Design wurde das wechselbare Plastikgehäuse überarbeitet, das nun eine griffige „Nanotextur“ besitzt.

Die restliche Hardware ist baugleich mit dem Nokia 1: ein Quadcore-SoC von Mediatek (MT6739), ein Gigabyte Arbeitsspeicher sowie acht Gigabyte an internem Speicher, der sich per microSD-Karte erweitern lässt. Als Betriebssystem kommt die ressourcenschonendere Android-Version Android Go Pie zum Einsatz. Das Smartphone ist ab Anfang März in den Farben schwarz, blau und rot erhältlich.

Neue 4er-Serie

Für etwas mehr Geld bekommt man mit dem Nokia 3.2 und Nokia 4.2 nun solide Mittelklasse-Smartphones. Während das Nokia 3.2 der Nachfolger des Nokia 3.1 ist, gab es bislang kein Smartphone der 4er-Reihe. Das Nokia 4.2 verfügt über einen 5,71 Zoll großen LC-Bildschirm mit HD-Auflösung, dessen Selfie-Kamera als tropfenförmiger „Notch“ hineinragt.

Als SoC kommt Qualcomms aktueller Mittelklasse-Chip Snapdragon 439 zum Einsatz, der von wahlweise zwei oder drei Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Auch bei der Speicherausstattung gibt es zwei Varianten zur Auswahl, 16 oder 32 Gigabyte. Die Dual-Kamera verfügt über eine 13- und 2-Megapixel-Kamera, wobei die zweite Kamera ausschließlich Tiefeninformationen aufnimmt.

Die 8-Megapixel-Frontkamera unterstützt auch Gesichtserkennung, zudem sind NFC und ein FM-Radio verbaut. Das günstigste Modell (2 GB RAM/16 GB ROM) soll 169 US-Dollar kosten, für mehr Speicher (3 GB RAM/16 GB ROM) werden 199 US-Dollar fällig. Das Smartphone ist ab April in Schwarz und Pink erhältlich.

Beim Nokia 3.2 setzt man auf einen 6,26 Zoll großen LC-Bildschirm, der mit 1520 mal 720 Pixeln auflöst und ebenfalls über einen tropfenförmigen Notch verfügt. Mit dem Qualcomm Snapdragon 429 ist ein unwesentlich schwächerer Chipsatz verbaut, der ebenfalls von wahlweise zwei oder drei Gigabyte Arbeitsspeicher befeuert wird.

Interessant ist jedoch der deutlich größere Akku (4000 mAh), der laut Nokia bis zu zwei Tage Laufzeit bieten soll. Die 13-Megapixel-Hauptkamera verfügt über einen LED-Blitz, die 5-Megapixel-Frontkamera unterstützt ebenfalls Gesichtserkennung. Das Nokia 3.2 ist ab April für 139 bzw. 169 US-Dollar (2/3 GB RAM) verfügbar.

Eigene Google-Assistant-Taste

Beide Smartphones werden mit einer eigenen Taste an der Seite ausgestattet, mit der der Google Assistant gestartet werden kann. In dieser verbirgt sich auch eine Beleuchtung, die als pulsierendes Benachrichtigungslicht genutzt wird. So kann der Nutzer benachrichtigt werden, egal ob das Smartphone mit dem Bildschirm nach oben oder unten abgelegt wird. Ob diese auch mit einer anderen Funktion belegt werden kann, ist unklar. Samsung musste lange Kritik dafür einstecken, dass seine Bixby-Taste nicht mit anderen Funktionen belegt werden konnte.

Die günstigste Neuankündigung ist das Nokia 210, ein 35-Euro-Handy mit S30 als Betriebssystem. Die Ausstattung ist simpel: ein 2,4 Zoll großer Bildschirm mit QVGA-Auflösung, eine VGA-Kamera mit LED-Blitz und eine Handvoll vorinstallierter Apps, unter anderem Facebook und Opera Mini.

Marktführer bei klassischen Handys

Handys sind aber nach wie vor eine wichtige Stütze im Geschäft von HMD Global. Das Unternehmen ist im Bereich der sogenannten „Feature Phones“ - klassische Handys - mittlerweile absoluter Marktführer, sowohl beim Umsatz als auch der Zahl der verkauften Geräte. 2019 wolle man laut HMD-Global-Chef Florian Seiche verstärkt in diesen Bereich investieren.

Das Unternehmen habe 2018 seine Nutzerbasis verdreifacht und ist in zahlreichen Märkten, unter anderem Österreich und der Schweiz, mittlerweile in den Top Fünf der größten Smartphone-Marken vertreten. Die Partnerschaft mit Google soll verstärkt werden. Seiche hob hervor, dass Nokia dank der Teilnahme am Android-One-Programm am schnellsten Updates liefere. „Wir sind doppelt so schnell wie die restliche Konkurrenz.“ Noch im ersten Halbjahr 2019 soll das komplette Vorjahres-Portfolio Updates auf Android Pie erhalten.