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02.03.2017

Nokias neue Smartphones im Kurztest

Neben der Wiederauferstehung des 3310 hat HMD Global auch drei Android-Smartphones präsentiert. Wir haben sie uns näher angesehen.

Nokia hat im Rahmen des Mobile World Congress in Barcelona nicht nur sein 3310 wiederauferstehen lassen, sondern auch drei Android-Smartphones präsentiert. Obwohl es erst widersprüchliche Angaben zur Verfügbarkeit gab, sollen die Handys laut aktuellen Infos nicht nur in China, sondern weltweit auf den Markt kommen.

Alle drei Modelle sollen mit einem möglichst unveränderten Android ausgeliefert werden und regelmäßige Sicherheitsupdates bekommen. Preislich liegen die Modelle zwischen 139 und 299 Euro. Wir haben uns die Smartphones angesehen.

Nokia 6 - Das Flaggschiff

Galerie: Nokia 6

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Nokia 6

Nokia 6

Nokia 6

Nokia 6

Nokia 6

Nokia 6

Nokia 6

Das Spitzenmodell verfügt über ein Display mit 5,5 Zoll mit FullHD-Auflösung sowie einen Snapdragon 430-Chip. Wie ein Premium-Smartphone fühlt sich das Gerät allerdings nicht an. Zwar besteht das Gehäuse aus Metall, allerdings nur aus sehr dünnem. Das sorgt auch für ein entsprechend leichtes Gewicht. Die Kanten sind eher scharf, wodurch das Handy trotz seines leichten Gewichts nicht besonders angenehm in der Hand liegt. Das FullHD-Display erzeugt zwar eine scharfe, aber gleichzeitig auch eine blasse Anzeige.

Positiv fällt die aufgeräumte Stock-Android-Oberfläche auf. Das Navigieren durch die Menüs geht flott vonstatten, auch die Apps öffnen sich sehr schnell. Das gilt allerdings nicht für die Kamera. Jene macht einen äußerst mühsam trägen Eindruck. Auch die Foto-Ergebnisse am Nokia-Messestand waren eher enttäuschend.

Erinnerung an Huawei

Insgesamt erinnert das Nokia 6 an die ersten Huawei-Handys. Vielleicht wäre es ratsam gewesen, sich an die eigenwilligen Designs und an der Verarbeitung der früheren Nokia-Windows-Phones zu orientieren. So ist ein unspektakulärer Androide mit Nokia-Logo herausgekommen.

Das Nokia 6 soll in einer Variante mit drei GB Ram und 32GB Speicher 229 Euro kosten, in der Variante mit vier GB RAM und 64 Gigabyte Speicher 299 Euro.

Nokia 5 - Die Mittelklasse

Galerie: Nokia 5

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Nokia 5

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Nokia 5

Nokia 5

Nokia 5

Nokia 5

Nokias mittleres Modell soll um 189 Euro verkauft werden und konnte mich im Kurztest am ehesten überzeugen. Das 5,5-Zoll-Display löst zwar nur in 720p auf, macht aber dennoch einen scharfen Eindruck. Im Vergleich zu den beiden anderen Modellen sind die Farben spürbar satter, wodurch es insgesamt einen besseren Eindruck macht als das Display des hochauflösenden Spitzenmodells.

Auch die Verarbeitung des Nokia 5 ist deutlich besser gelungen als die des teureren größeren Modells. Die Kanten sind schön abgerundet, das Handy wirkt zwar nicht wie ein Premium-Gerät, allerdings angemessen für den Preis. Nicht wirklich überzeugen kann im ersten Kurztest die Kamera. Das Öffnen dauert abermals ewig, die Fotos werden verschwommen und blass.

Sauberes Android

In Sachen Software ist es auch hier das unangepasste Android, das einen guten Eindruck macht. Wie beim Nokia 6 werkelt im Inneren auch ein Snapdragon 430, der aufgrund der geringeren Displayauflösung aber mehr Rechenleistung für andere Prozesse nutzen kann. Dadurch dürfte das Nokia 5 wohl noch eine Spur schneller sein als das größere Modell.

Das Nokia 5 ist das interessanteste der neuen Handys. Es ist mit 189 Euro günstig, dafür bekommt man ein aktuelles und sauberes Android in einer dem Preis ansprechenden Verarbeitung. Einziges Manko dürfte die Kamera sein. Wer mit mittelmäßig guten Fotos leben kann, kann sich das Nokia 5 aber durchaus näher ansehen.

Nokia 3 - Das Günstige

Galerie: Nokia 3

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Nokia 3

Nokia 3

Nokia 3

Nokia 3

Nokia 3

Nokia 3

Das günstigste Nokia wird um 139 Euro verkauft und mehr dürfte es auch tatsächlich nicht wert sein. Plastikgehäuse, blasses 720p-Display mit einer Diagonale von fünf Zoll. Die Kamera ist im ersten Kurztest sogar noch eine Spur schlechter als bei den beiden teureren Modellen. Selbst bei 139 Euro ist es fraglich, ob dieses Gerät einen Kauf wert ist.

Fazit

Außer der Marke und einigen äußeren Merkmalen haben diese drei Handys nichts mit den früheren Nokia-Smartphones zu tun. Es handelt sich um drei klassische Budget-Androiden an denen das einzig wirklich bemerkenswerte das saubere Android und die angeblich regelmäßig erscheinenden Sicherheitsupdates sind.

Am ehesten einen Kauf wert dürfte dem ersten Kurztest zufolge wohl das mittlere Nokia 5 sein. Es verfügt zwar über kein FullHD-Display, dennoch ist die Anzeige die schönste. Auch die Verarbeitung übertrifft die anderen Modelle. Für 189 Euro ist dieses Handy mit hoher Wahrscheinlichkeit kein schlechter Kauf.