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04/09/2020

Probleme mit ID.3: VW muss den E-Golf weiterhin bauen

Mit dem Marktstart des ID.3 hätte der E-Golf eingestellt werden sollen. Doch nun wurde die Produktion offenbar verlängert - aus einem recht kuriosen Grund.

Neben der Corona-Krise, die die Autofertigung nicht nur Volkswagen zum Stillstand gebracht hatte, kämpft der VW-Konzern noch zusätzlich mit Produktionsproblemen beim elektrischen Hoffnungsträgers ID.3. Er soll ja bekanntlich das elektrische Zeitalter des deutschen Autoherstellers einläuten.

Eigentlich hätte das neue VW-Elektroauto im Sommer auf den Markt kommen sollen. VW hält zwar immer noch offizielle an dem geplanten Marktstart fest. Doch je näher die Sommermonate rücken, desto unwahrscheinlicher wird es, dass der ID.3 tatsächlich nach Plan ausgeliefert werden kann.

Mit dem Marktstart des ID.3 hätte eigentlich die Produktion des in die Jahre gekommenen VW E-Golfs (hier im futurezone-Test) eingestellt werden sollen. Doch nun hält der Konzern offenbar weiter am E-Golf fest und hat die Produktion angeblich bis September verlängert.

Kurioser Grund

Das berichtet Nextmove unter Berufung auf interne VW-Dokumente. Demnach wird der E-Golf noch bis zur Kalenderwoche 45 gebaut. Die letzte Auslieferung des E-Golf sei dann gegen Ende des Jahres geplant.

Der Grund dafür ist bei den strengen Vorgaben zur CO2-Minderung der Fahrzeugflotte zu finden. Um die Auflagen einhalten zu können, bleibt dem Volkswagen-Konzern offenbar nichts anderes übrig, als die Produktion des E-Golf zu verlängern.

Schwierigkeiten mit ID.3

Die Probleme beim Hoffnungsträger ID.3 sind hauptsächliche auf Schwierigkeiten mit der Software zurückzuführen. Bei über 20.000 ID.3-Modellen muss angeblich eine neue Software händisch nachinstalliert werden.

Dafür muss VW seine Autos auf einem riesigen Parkplatz zwischenlagern. Service-Mitarbeiter sollen dann mit mobilen Computer-Stationen ausrücken, um die Elektroautos vor Ort mit neuer Software auszustatten.

Autoproduktion steht still, wird langsam wieder hochgefahren 

In Deutschland steht die Fahrzeugproduktion seit der zweiten März-Hälfte still - zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten, aber auch, weil die Autoverkäufe mit geschlossenen Geschäften einbrachen.

In Deutschland sanken die Neuzulassungen im März um 38 Prozent auf rund 215.000 Fahrzeuge. Da die Wirtschaft erst im März lahmgelegt wurde, gehen Experten von noch stärkerem Einbruch im April aus.

Die Hersteller erklärten zudem, es fehlten Teile durch Probleme bei Zulieferern etwa in Italien. In dem am schlimmsten von Corona betroffenen Land verhängte die Regierung einen generellen Produktionsstopp. Zudem funktioniert die Logistik wegen Grenzkontrollen in Europa nicht gut, obwohl Waren von Reisebeschränkungen ausgenommen sind.

Dennoch wollen die deutschen Autobauer die Produktion nun langsam wieder hochfahren. Volkswagen teilte beispielsweise am Mittwoch mit, die schon auf kleiner Flamme laufende Produktion von Teilen an fünf deutschen Standorten ab kommender Woche auszuweiten zu wollen.

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