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AppZone shpock: Wiener Start-up bringt Flohmarkt-App.

Foto: Finderly
Für iPhone- und Android-Nutzer steht ab sofort eine kostenlose Anwendung bereit, die quasi ein eBay im Kleinformat ist. Auf Basis des eigenen Aufenthaltsortes kann man die Umgebung nach Angeboten anderer Nutzer durchsuchen, die gebrauchte Gegenstände verkaufen wollen. Mitmachen kann man bei dem virtuellen Flohmarkt aber derzeit nur als Facebook-Mitglied.

Das Wiener Start-up Finderly, eine Art Quora für Elektronikprodukte, wagt mit einem neuen Service den Sprung in die mobile Welt. Mit shpock (gratis, für iPhone und Android) hat die Jungfirma eine Smartphone-App veröffentlicht, die als Flohmarkt für die Hosentasche fungieren soll. Wie man es von eBay gewohnt ist, kann man gebrauchte Gegenstände anderer Nutzer durchsuchen und kaufen bzw. selbst Angebote einstellen.

Das Besondere: Erlaubt man der App den Zugriff auf die eigenen Standortdaten, dann listet shpock all jene Produkte, die in der näheren Umgebung zum Verkauf stehen. Die Entfernung zum Anbieter wird dabei in Kilometern angezeigt, auf Google Maps kann man sich außerdem dessen ungefähre Position anzeigen lassen. Der Name der App steht übrigens als Abkürzung für "shop in your pocket."

eBay im Kleinformat
"Kleinanzeigen mit viel Text sind langweilig. Bei Shpock dreht sich daher alles um Bilder", meint Armin Strbac, Mitgründer von Finderly. Nicht zufällig erinnert das Design stark an die Foto-Community Pinterest, ist insgesamt aber gut gelungen. Anstatt lange Texte zu tippen, sollen die Nutzer lieber Fotos ihrer Ware machen und in maximal 140 Zeichen beschreiben. Den Preis kann man selbst festlegen.

Die Betreiber schlagen vor, von der Konzertkarte über Computer-Games bis zum alten Autos alles Mögliche zum Verkauf anzubieten. Untersagt werden sehr vage Dinge, die "jemanden körperlich oder seelisch schädigen können oder vom Gesetz her reglementiert sind" - was darunter fällt, muss der Nutzer selbst nachlesen. "Wir beaufsichtigen so gut wie möglich die eingestellten Angebote, damit diese nicht gegen unsere Richtlinien verstoßen. Auf die Schönheit der Bilder nehmen wir aber keinen Einfluss", so Strbac.

Kosten kommen auf die Nutzer beim Anlegen der Kleinanzeigen nicht zu. Der Preis wird per Direktnachricht ausgemacht, wer will, kann auch einfach ein Tauschgeschäft vorschlagen. Gezahlt wird einfach vor Ort bei der Übergabe, ein eigenes Bezahl-System bietet die App nicht. Eine Provision vom Verkaufspreis streicht Finderly als Betreiber derzeit nicht ein, laut Strbac werden aber bereits verschiedene Möglichkeiten zur Monetarisierung überlegt.

Mit einigen Einschränkungen
shpock ist allerdings nicht jedem Interessierten zugänglich. Anmelden kann man sich nur, wenn man über einen Facebook-Account verfügt, den man mit der App in wenigen Schritten verknüpfen muss. Laut Nutzungsbedingungen muss man außerdem älter als 18 Jahre alt sein, um bei shpock kaufen und verkaufen zu dürfen. Wer sich einfach per E-Mail-Adresse anmelden will, muss sich noch gedulden. Die Betreiber planen, eine Anmeldung künftig auch per E-Mail-Adresse zu ermöglichen.

Behutsam geht shpock mit dem Thema Datenschutz um. Zur einfacheren Anmeldung bietet die App zwar einen Facebook-Login an, doch in Sachen Daten will man nur das "Nötigste" aus den Nutzerprofilen auslesen. Ohne ausdrückliche Zustimmung werde im Namen der Nutzer nichts gepostet. Standortdaten sollen außerdem immer einige Meter versetzt angezeigt werden.

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(futurezone) Erstellt am 17.09.2012, 10:05

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