Studie
07/13/2011

Tablet-PCs könnten E-Reader ersetzen

Marktforschen zufolge könnten E-Reader und Netbooks an der zunehmenden Verbreitung von Tablet-PCs leiden. Im Rahmen einer Befragung gaben mehr als 50 Prozent der Teilnehmer an, nach dem Kauf eines Tablets, auf ein elektronisches Lesegerät verzichten zu können.

Die Marktforscher vom Resolve Market Research haben bei Verbrauchern nachgefragt, welche Geräte am ehesten durch den Kauf eines Tablet-PCs ersetzt werden können. In der entsprechenden Studie wurden User befragt, was sie nach dem Kauf eines Tablets nicht mehr kaufen würden. 53 Prozent der Befragten gaben an, am ehesten auf einen E-Reader verzichten zu können, 42 Prozent nannten hier Netbook beziehungsweise Laptop. Auf den hinteren Plätzen folgen portable Spielkonsolen (26 Prozent), MP3-Player (19 Prozent), konventionelle Spielkonsolen (14 Prozent) und Smartphones (sechs Prozent).

Nischenmarkt
Elaine B. Coleman, eine führende Mitarbeiterin von Resolve Market Research, erklärte gegenüber Wired: „Wir glauben, dass Tablet-PCs die E-Reader großteils ersetzen werden, denken aber auch, dass weiterhin, speziell bei älteren Zielgruppen, ein Nischenmarkt für die Lesegeräte bestehen bleibt.“

Die Zahlen wurden mit Ergebnissen aus dem Jahr 2010 verglichen, wo sich etwa nur rund 32 Prozent der Befragten vorstellen konnten, einen Laptop mit einem Tablet zu ersetzen.

Die Studie deckt darüber hinaus auf, dass Tablet-Besitzer nicht genug von tragbaren Geräten bekommen können. 34 Prozent der Tablet-Nutzer gaben an, bereits zwei oder mehr Tablet-PCs zu besitzen. 70 Prozent glauben, innerhalb des nächsten Jahres mehrere Tablet-PCs verwenden zu werden. Die Zahlen geben auch Aufschlüsse über die Nutzungsgewohnheiten. So werden Tablets zumeist für das Surfen im Internet genutzt (21 Prozent). An zweiter Stelle folgen E-Mail-Dienste (19 Prozent) und bereits an dritter Stelle kommt Textverarbeitung (neun Prozent). Colman glaubt, dass entsprechende Software für das Bearbeiten von Dokumenten diese Zahl noch steigern und Tablets einen weiteren Vorsprung gegenüber Notebooks verschaffen könnte.

Markt für beide Geräte
Derek Philips, Mitarbeiter des E-Reader-Herstellers Freescale Consumer, glaubt nicht, dass E-Reader vom Markt verschwinden werden: „Wir glauben definitiv, dass ein Markt für beide Geräteklassen vorhanden ist, E-Reader sind die besten Endgeräte um Romane zu lesen." Besonders die lange Akkulaufzeit und die augenfreundlichen Displays seinen ein starkes Argument für die elektronischen Lesegeräte. Erst Ende Juni stellte an anderes Marktforschungsinstitut

, dass sich die Verbreitung von E-Reader innerhalb eines Jahres verdoppelt hat und dass E-Reader aktuell beliebter als Tablets sind.

Ein völlig neuer Ansatz könnten auch Hybrid-Displays darstellen, die Apple patentieren lassen will. Derartige Displays verwenden sowohl LCD-, als auch E-Ink-Technologien und könnten je nach Bedarf umgeschaltet werden.

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