FILE PHOTO -New Autopilot features are demonstrated in a Tesla Model S during a Tesla event in Palo Alto, California

© REUTERS / Beck Diefenbach

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Tesla Autopilot überwacht Fahrer nun per Kamera

Tesla hat ein Update verbreitet, dass den Betrieb im Autopilot-Modus sicherer machen soll. In Model 3 und Model Y wird künftig eine Kamera oberhalb des Rückspiegels aktiviert, um zu analysieren, wie sich Fahrer*innen verhalten, wenn sie das Steuer an den Autopilot abgegeben haben. Eigentlich sind sie verpflichtet, aufmerksam zu bleiben, um jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug übernehmen zu können. In der Vergangenheit kam es jedoch immer wieder zu Vorfällen, bei denen sich Fahrer*innen ganz anderen Beschäftigungen widmeten.

Kameras bei anderen schon länger aktiv

Wie TechCrunch berichtet, sind zahlreiche Dokumente solcher Vorfälle auf YouTube und TikTok zu finden. Nachdem es in derartigen Situationen auch schon zu Unfällen gekommen ist, wurde auf Tesla Druck ausgeübt, die Innenraum-Kamera zur Überwachung zu aktivieren. Andere Autohersteller setzen Kameras schon länger dafür ein, um bei automatisiertem Betrieb die Reaktionsfähigkeit von Fahrer*innen sicherzustellen.

Die Bilder der Tesla-Innenraumkamera werden angeblich nicht übermittelt, sondern noch an Bord analysiert.

Behörden unglücklich über fehlendes Radar

Die Nachricht der Kamera-Aktivierung kommt nur wenige Tage nach der Meldung, dass Tesla bei einigen seiner künftigen Produkte die Radarsensoren weglassen will. Auf Betreiben von CEO Elon Musk sollen sich die Elektroautos künfig allein auf Kameras und sein "Tesla Vision"-System verlassen, wenn es um die Erfassung ihrer Umgebung geht. US-Behörden haben darauf negativ reagiert. Die Transportbehörde NHTSA hat bereits angekündigt, dem Autohersteller ein Qualitätssiegel für Assistenzsysteme zu entziehen.

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