Apple stellte Neues vor

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Umweltschutz: Wie Apple grüner werden will

Apple hat sich der Dekarbonisierung verpflichtet und will seine Kohlenstoff-Emissionen in Zukunft weiter reduzieren. Generell hat es sich der Konzern zum Ziel gesetzt, bis 2030 über alle Tätigkeitsbereiche, Zuliefererkette und den Produktlebenszyklus hinweg klimaneutral zu werden. Im Rahmen eines Briefings hat Apple am Mittwochabend mehrere Bemühungen in diese Richtung präsentiert, die von der Gewinnung der Produktmaterialien über deren Verarbeitung bis hin zu ihrer Rückgewinnung reichen.  

Im Sinne einer Kreislaufwirtschaft hat es sich der Konzern zum Ziel gesetzt, großteils recycelte oder erneuerbare Materialen bei der Fertigung seiner Produkte einzusetzen, wobei der Materialeinsatz generell effizienter gestaltet und somit minimiert werden soll.

Materialien in Herstellungsprozess zurückgeführt

Zur Anwendung kommt etwa der Roboterarm Daisy, sobald ein iPhone sein Lebensende erreicht hat. Er nimmt alte iPhones auseinander und trennt die unterschiedlichen Komponenten auf. In der Folge können die wichtigsten Materialien, wie unter anderem Aluminium, Kobalt, Kupfer, Glas oder Gold, die Apple für seine Produkte nutzt, zurückgewonnen werden. Diese werden schließlich in den Herstellungsprozess zurückgeführt und in neue iPhones verbaut. 

Apple bedient sich der Unterstützung von insgesamt 2 Daisys, die jeweils 1,2 Millionen Geräte pro Jahr auseinandernehmen. Bei anderen Produkte abseits der iPhones kämen herkömmliche Elektroschrott-Recyclinganlagen im Material Recovery Lab in Texas zum Einsatz.

Bis 2025 kein Plastik mehr

Unter anderem das neue MacBook Pro, MacBook Air, die Apple Watch oder das neue iPad bestehen dem Konzern zufolge bereits zu 100 Prozent aus recycelten Aluminium. Einen 100-prozentig recycelten Seltene-Erd-Magneten haben hingegen nicht nur das ältere iPhone11, sondern auch das neue MacBook, die AirPods oder die Apple Watch verbaut. Das Plastik, das Apple zum Beispiel für das neue HomePod mini nutzt, sei ebenfalls zu 90 Prozent recycelt.

Im Hinblick auf die Verpackung will Apple bis 2025 allerdings gänzlich auf Plastik verzichten. Generell sollen Verpackungen auch zunehmend kleiner werden, damit der Materialeinsatz zusätzlich reduziert werden könne. Das dafür benötigte Papier sei entweder recycelt oder werde aus nachhaltig gewonnenem Holz gewonnen.

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Andreea Iosa

Andreea Iosa beschäftigt sich mit neuesten Technologien und Entwicklungen in der Forschung – insbesondere aus Österreich – behandelt aber auch Themen rund um Raumfahrt sowie Klimawandel.

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