FILE PHOTO: Tesla Chief Executive Elon Musk stands on the podium as he attends a forum on startups in Hong Kong

© REUTERS / Bobby Yip

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10/07/2019

US-Marketingprofessor: Tesla wird verschwinden

Der NYU-Experte Scott Galloway geht davon aus, dass Tesla nicht gut genug organisiert ist, um sich langfristig zu etablieren.

Der Marketing-Professor Scott Galloway von der New York University gab in einem Blogpost seine Einschätzung zu schnell wachsenden Firmen ab, die er als "overrated unicorns" (engl. überbewertete Einhörner) betitelte. Er verwies vor allem darauf, dass die "reichen Kids", die solche Unternehmen führen, kein realisierbares Business-Modell vorweisen können.

Wertverlust

Deshalb würden diese Firmen in Zukunft komplett verschwinden oder zumindest 80 Prozent an Wert verlieren. Neben Tesla sieht Galloway auch den Taxi-Service Lyft, die Hotel-Plattform Oyo Rooms, die Investment-Plattform Robinhood und WeWork, die Coworking-Arbeitsplätze vermitteln, als nicht zukunftsträchtig.

Über Tesla schreibt Galloway an potenzielle Twitter-Trolle, die ihm vorwerfen könnten, selbst nichts zu leisten und daher nur zu unterrichten: "Spart euch die Kommentare. Ja, er (Elon Musk, Anm. d. Red.) ist ein Genie, Tesla hat die Welt zum Besseren verändert (das glaube ich). Und ... Tesla ist nicht groß genug, um in einer gut organisierten Industrie mit niedrigen Gewinnspannen mithalten zu können." Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Tesla sein Absatzziel nicht erreichen konnte, woraufhin die Aktie des Unternehmens einknickte. 

Vergötterte Milliardäre

Im Mai hatte Galloway in einem Podcast die Vermutung geäußert, dass der Preis für Tesla-Aktien in den nächsten 12 Monaten unter 100 US-Dollar fallen könnte und das Unternehmen dann zum Verkauf freistünde. Vergangenes Jahr hatte er bereits Tesla-CEO Elon Musk, Twitter-Miterfinder Jack Dorsey und Google-Mitgründer Larry Page kritisiert, sie würde sich "wie Kinder benehmen". Der Business-Experte bemängelte die Art und Weise, wie die Milliardäre vergöttert und beweihräuchert würden, sowohl von Medien als auch Fans. Zudem hatte er die Übernahme von Whole Foods durch Amazon vorausgesagt.