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B2B
05/29/2019

US-Experte: Tesla wird innerhalb eines Jahres gekauft

Der Elektroautohersteller geriet in den vergangenen Wochen stark unter Druck. Eine Übernahme wird dadurch wahrscheinlicher.

New-York-University-Professor Scott Galloway sagte bereits 2017 die Übernahme von Whole Foods durch Amazon voraus. Nun prognostiziert er, dass Tesla demnächst von einem anderen Unternehmen übernommen werden konnte, wie Business Insider berichtet.

Die Aussage tätigte er in einem Recode-Podcast von Kara Swisher am Freitag. Dort heißt es: "Meine Prognose ist, dass Tesla innerhalb von zwölf Monaten unter 100 US-Dollar pro Aktie liegt und wahrscheinlich übernommen wird, weil es dort etwas zu holen gibt."

Die Tesla-Aktie war in den letzten Wochen stark unter Druck und musste starke Verluste hinnehmen. Das befeuerte naturgemäß wieder Übernahmegerüchte.

Teuer

Auch wenn der Wert von Tesla im nächsten Jahr von 35 Milliarden Dollar auf 17 Milliarden sinkt, könnte die Übernahme weit teurer werden, wie Galloway erklärt.

Grund ist, dass das Übernahmeangebot vermutlich höher liegen würde, als der tatsächliche Firmenwert. Er schätzt, dass ein Interessent zwischen 20 und 25 Milliarden Dollar für den Elektroautokonzern hinlegen müsste.

Wer ist interessiert

Die Frage, die sich daraufhin aufdrängt, ist, wer Tesla übernehmen soll. Galloway glaubt nicht, dass Tesla von einem anderen US-Autokonzern übernommen wird. „Sie haben das Geld nicht“. Einige internationale Konkurrenten wie Toyota oder Daimler könnten sich die Übernahme zwar leisten, das hält Galloway aber eher für unwahrscheinlich.

Stattdessen glaubt er eher, dass Tesla von einem Tech-Unternehmen geschluckt werden könnte. Erst vor einigen Wochen tauchten Berichte auf, wonach Apple in der Vergangenheit bereits versucht haben soll, Elon Musks Firma zu kaufen. Denkbar wäre aber auch ein Angebot von Google – etwa dann, wenn sie es als Chance für zusätzliche Werbeeinnahmen sehen. Auch Amazon würde zu den möglichen Kandidaten zählen. Das größte Problem der Tech-Konzerne mit dem Autohersteller könnte aber sein, dass es in dem Markt nur geringe Gewinnmargen zu erzielen gibt.

Dennoch meint der NYU-Professor, dass das Interesse an dem Konzern in jedem Fall groß sei: "Es ist eine großartige Marke, es ist ein großartiges Produkt".