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© APA/AFP/VALENTIN FLAURAUD / VALENTIN FLAURAUD

Science
07/02/2020

CERN-Forscher entdecken nie zuvor gesehenen Partikel

Eine neue Form eines "exotischen Hadrons" könnte Forschern mehr Aufschlüsse über Grundkräfte der Physik liefern.

Quarks sind die Bausteine, aus denen Hadronen - zum Beispiel die Atomkernbestandteile Neutronen und Protonen - bestehen. Es gibt mehrere Formen davon. Üblicherweise binden sich zwei oder drei Quarks aneinander, um Hadronen zu formen. In seltenen Fällen wurden aber auch schon "exotische Hadronen" beobachtet, die aus vier oder fünf Quarks bestehen. Diese so genannten Tetraquarks und Pentaquarks bestehen üblicherweise aus verschiedenen Quarksformen (Up, Down, Charm, Strange, Top, Bottom). Nun aber wurde im europäischen Kernforschungszentrum CERN eine neue Variante entdeckt.

Vier schwere Quarks

Das neu entdeckte Teilchen ist ein Tetraquark, allerdings das erste, das aus vier Quarks derselben Form besteht. Zwei Charm-Quarks und zwei Charm-Antiquarks zeichnen den neuen Partikel aus. Charm-Quarks gelten als "schwere Quarks". In bisherigen Beobachtungen von Tetra- und Pentaquarks wurden maximal zwei schwere Quarks entdeckt. Das neue Teilchen ist also auch das erste mit gleich vier Stück davon, berichtet Phys.org.

Starke Wechselwirkung

"Die Entdeckung öffnet für uns ein weiteres aufregendes Kapitel in diesem Wissenschaftsbuch", meint der neue CERN-Sprecher Chris Parkes. "Es erlaubt uns, unsere Theorie von massereichen Partikeln in einem Extremfall zu erforschen. Dieser Partikel ist ein Extremfall, er ist ein exotisches Hadron." Der neue Partikel ist vor allem für die Erforschung der starken Wechselwirkung interessant, eine der vier Grundkräfte der Physik, die Protonen, Neutronen und Atomkerne zusammenhält.

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