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Science

China verkündet Durchbruch bei Quantencomputer

Chinesische Forscher wollen nach 20 Jahren Entwicklungsarbeit einen bahnbrechenden Durchbruch bei Quantencomputern erzielt haben. Laut dem Wissenschaftsmagazin Science konnten sie mit ihrem Gerät namens "Jiuzhang" 76 Photonen erkennen. Als Analysemethode kam das sogenannte "Gaussianische Boson Sampling" zum Einsatz.

100 Billionen Mal schneller als Supercomputer

Der Quantencomputer sei fast 100 Billionen Mal schneller als die leistungsstärksten Supercomputer. Und auch gegenüber Googles Prototyp, der vor gut einem Jahr vorgestellt wurde, sei "Jiuzhang" 10 Millarden Mal schneller. Das bezieht sich freilich nur auf die eine Analysemethode, für die der Quantencomputer programmiert wurde. Er kann nicht für andere Rechenoperationen verwendet werden.

Beim Rennen Quantencomputer gegen Supercomputer geht es um völlig neue Rechenkapazitäten, die durch die Maschinen möglich werden. Bei dem jetzigen, aber auch Googles Versuch geht es stets auch darum, eine "Quantenüberlegenheit" zu erreichen. Ein Quantencomputer muss folglich in der Lage sein, zumindest einen Aufgabenbereich weitaus besser zu bewältigen, als es herkömmliche Supercomputer tun.

Kritik an Google

Ungeachtet vieler Fortschritte ist der Weg zu multifunktionalen Quantencomputern aber noch weit. Selbst Google musste eine für den Konzern seltene öffentliche Schmach hinnehmen, indem IBM zuvor getätigte Aussagen brüsk zurückwies. Google hatte behauptet, der 53-Qubit-Quantencomputer schaffe eine Aufgabe in 200 Sekunden, für die klassische Supercomputer Zehntausende Jahre brauche.

IBM antwortete knapp: Mit einer entsprechenden Umprogrammierung würden Supercomputer die Aufgabe auch in wenigen Tagen schaffen. Dazu müssten nicht einmal neue Algorithmen erfunden werden. Die Behauptungen der chinesischen Forscher klingen ebenso fantastisch: Die erledigte Aufgabe habe nur 200 Sekunden gedauert, während der schnellste Supercomputer dafür 2,5 Milliarden Jahre brauchen würde.

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