Science
19.08.2014

Data Science als neuer Studiengang an der Uni Linz

Ab Herbst bietet die Johannes Kepler Universität in Linz ein neues Masterstudium an, das auf die Herausforderungen des Big-Data-Zeitalters maßgeschneidert wurde.

"Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts", wird auf zahlreichen Vorträgen und Podiumsdiskussionen zum Thema Big Data behauptet. Die rohen und unsortierten Daten seien allerdings auf den ersten Blick wertlos. Doch die Kombination und Interpretation der "richtigen" Daten könnten die Grundlage für neue Erkenntnisse, Innovationen und Geschäftsmodelle bilden.

Relevante Informationen mithilfe von Algorithmen aus dem unstrukturierten Datenhaufen zu schürfen und zu veredeln, wird künftig die Aufgabe von Data Scientists sein. Diese Datenanalysten sollen in Zukunft sehr begehrt sein, wie die Harvard Business Review bereits 2012 prophezeit hat: "Data Scientist: The Sexiest Job of the 21st Century." Während in den USA bereits mehrere renommierte Universitäten auf den Trend aufgesprungen sind, waren in Europa bislang entsprechende Bildungsangebote dünn gesät.

Data Science in Linz

An der Johannes Kepler Universität (JKU) in Linz startet ab kommendem Wintersemester 2014/15 ein neues Wirtschaftsinformatikstudium mit Schwerpunkt auf "Business Intelligence & Data Science". Dies sei ein "seines Wissens nach einzigartiges Angebot in Österreich", so Michael Schreffl, Leiter des Studiengangs gegenüber der APA.

Wie im Curriculum steht, sollen die Absolventen des Studiengangs in der Lage sein, entscheidungsunterstützende Informationssysteme zu entwickeln, die auf semantische Technologien, Data Warehousing und Data Mining aufbauen.

Fachkräftemangel

Eine wesentliche Initiative für die Entstehung des Studiengangs ging von der Wirtschaft aus. Denn es gebe in diesem Bereich nur wenige Fachkräfte, bemängelt Daniel Fallmann, Gründer und Geschäftsführer vom Linzer Software-Unternehmen Mindbreeze.

Das Unternehmen beschäftigt sich seit mittlerweile über zehn Jahren mit dem Thema Unternehmensinformationen zu analysieren, intelligent zu verknüpfen und rasch zur Hand zu haben. Fallmann sieht die Absolventen als Schnittstelle zwischen Geschäftsführung, Fachbereich und IT: "Sie optimieren Prozesse und sind kreativ, wenn es darum geht, dass jeder genau die Informationen findet, die er für seine täglichen Arbeiten benötigt."

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Mindbreeze.