Ceres

Ceres

© ESO/L.Calçada/NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA/Steve Albers/N. Risinger

Science
08/11/2020

Der Zwergplanet Ceres ist eine Ozean-Welt

Unter einem Gesteinskrater befindet sich ein salzhaltiger Ozean in der Tiefe des Zwergplaneten.

Ceres wurde lange Zeit für einen Zwergplaneten gehalten, auf dem es außer Krater und totes Gestein nichts gibt. Doch die jüngsten Auswertungen von Daten der NASA haben diese Ansicht nun widerlegt.

Auf Ceres, dem größten Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter, gibt es unter der Oberfläche einen globalen, salzigen Ozean. Das fanden Forscher aus den USA und Europa heraus, die zahlreiche Bilder analysiert haben, die von der Sonde Dawn aufgenommen worden waren.

Die Sonde hatte bis Ende 2018 rund um Ceres zahlreiche Bilder gemacht und war bis auf eine Entfernung von 35 Kilometer an den Zwergplaneten herangekommen, bevor am Ende der Mission die Treibstoffvorräte aufgebraucht waren.

Mosaic of Occator Crater on the dwarf planet Ceres

Weiße Flecken sind Salz

Auf den Bildern zu sehen ist ein Krater mit hellen, weißen Flecken. Zuerst glaubte man, dass diese auf einen Einschlag zurückzuführen waren. Doch diese Ansicht wurde nun von den Forschern nach ihrer exakten Analyse der Bilder wiederlegt.

Es handelt sich dabei um salzhaltige Ablagerungen mit einer komplexen Struktur, die vor ungefähr 22 Millionen Jahren entstanden war. Vor rund 7,5 Millionen Jahren stieg das Salz aus dem Inneren des Kraters empor. 40 Kilometer in der Tiefe des Kraters sind noch Reste eines globalen, salzigen Ozeans zu finden, so die Forscher. Weil der Salzgehalt dort so hoch ist, bleiben diese flüssig.

Forscher waren bisher davon ausgegangen, dass es dieses Phänomen des Kryovulkanismus nur auf Eismonden gibt, nicht auf Himmelskörpern im Asteroidengürtel. Deshalb gilt die Entdeckung als Sensation.

„Wir können jetzt davon ausgehen, dass Ceres eine ozeanische Welt ist, so wie die Monde von Saturn von Jupiter“, sagt Maria Cristina De Sanctis vom Nationalen Astrophysikinstitut in Rom. Die Erkenntnis, dass auf Ceres diese Mineralien vorkommen, sei für die Astrobiologie besonders wichtig, so die Forscherin. „Denn diese sind für die Entstehung von Leben unverzichtbar.“

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