Bisher grassieren fast nur Influenza A-Stämme - die Impfung schützt

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Science

Diagram zeigt, wie gut der Pfizer-Biontech-Impfstoff wirkt

Laut der US-Behörde für Lebens- und Arzneimittel FDA ist der Corona-Impfstoff von Pfizer und Biontech überwiegend sicher und wirksam. In dem 53-seitigen Dokument heißt es, der Impfstoff habe bei Tausenden Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Rasse eine Infektion mit COVID-19 verhindert. Insgesamt rund 21.000 Menschen in sechs Ländern nahmen an der Untersuchung teil.
 

Die rote Kurve im Diagramm zeigt, wie viele Probanden, die lediglich eine Placebo-Impfung erhalten haben, sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Die blaue Kurve hingegen zeigt die Infektionsrate unter jenen Studien-Teilnehmern, die den Pfizer-Impfstoff erhalten haben. Diese Probanden sind vor COVID-19 generell gut geschützt.

Nebenwirkungen

14 Tage nach der ersten Dosis sei ein Schutz nachweisbar. Nach 21 Tagen und zweiter Impfung waren die Probanden für mindestens zwei weitere Monate vor einer Infektion geschützt. Wie lange der Schutz tatsächlich währt, wird sich jedoch erst im Laufe der Zeit herausstellen.
 

Die 90-jährige Margaret Keenan war die Allererste, die geimpft wurde

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schmerzen an der Einstichstelle (84 Prozent), Müdigkeit (65 Prozent) und Kopfschmerzen (55 Prozent). Ebenfalls möglich sind Muskelschmerzen (38 Prozent), Schüttelfrost (34 Prozent), Gelenkschmerzen (24 Prozent) oder Fieber (14 Prozent).

Nebenwirkungen seien laut dem Bericht primär bei Probanden unter 55 Jahren aufgetreten und hätten für ein bis zwei Tage angehalten.

Zu 95 Prozent wirksam

Manche Probanden haben sich zudem nach der ersten und vor der zweiten Pfizer-Impfung mit COVID-19 angesteckt. Die Wirksamkeit nach der zweiten Dosis betrage aber 95 Prozent. Lediglich 8 Menschen haben sich dem Bericht zufolge auch nach der zweiten Impfung mit COVID-19 angesteckt – einer davon wies einen schweren Verlauf auf. Hospitalisiert wurde niemand.

Die Infektionszahlen bei den Placebo-Probanden hingegen stiegen. Nach 28 Tagen hatten sich 160 Personen infiziert, 3 wiesen einen schweren Verlauf auf. 2 Menschen wurden hospitalisiert – einer kam auf die Intensivstation.

Am Donnerstag soll final entschieden werden, ob der Impfstoff in den USA eine Notfallgenehmigung erhält. In Großbritannien und Bahrain wurde er laut Business Insider bereits zugelassen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur Ema will auch bald über eine Zulassungsempfehlung für den Pfizer-Impfstoff entscheiden. Ein Ergebnis der Prüfung soll bis 29. Dezember vorliegen.

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