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Science
07/09/2020

Ein Dach aus Solarzellen für die Autobahn

Das AIT untersucht, ob eine Überdachung der Fahrbahn neben Energiegewinnung noch einen Mehrwert bietet.

Kann eine Autobahn dazu genutzt werden, um mit einer Photovoltaik-Überdachung Energie zu überzeugen? Und kann dieses Dach noch einen zusätzlichen Mehrwert mit sich bringen? Darum geht es im aktuellen Forschungsprojekt des Projektclusters „PV-Süd“, der vom AIT geleitet wird.

Werden durch ein derartiges Dach etwa Fahrbahndecken geschont? Wie sieht es mit Einsparungen aus für die Schneeräumung der Fahrbahn? Das Konsortium beschäftigt sich aber auch mit der Frage, ob die solare Nutzung des Straßenraums praxistauglich ist und in die Wartung und ins Straßenerhaltungsmanagement integrierbar ist.

Prototyp wird gebaut

Gemeinsam mit den Projektpartnern Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Forster Industrietechnik GmbH wird im ersten Teil des Projekts ein Entwurf für einen Prototypen einer derartigen PV-Straßenüberdachung ausgearbeitet. Dabei werden ein entsprechend angepasstes Photovoltaik-Konzept für die Anwendung geeigneter Module und eine dazu passende Tragkonstruktion entwickelt. Diese soll alle Sicherheitsanforderungen erfüllen und möglichst viele der gewünschten positiven Nebeneffekte realisieren.

Dieser Prototyp soll dann im zweiten Teil des Projekts als Demonstrator erstellt, mit Messtechnik ausgerüstet und ein Jahr lang im Betrieb wissenschaftlich begleitet werden. Damit können dann in Folge auch die Überdachungen in Bezug auf Entwässerung, Wind- und Schneelasten und Verkehrssicherheit untersucht werden.

Finanziert wird das Forschungsprojekt vom Österreichischen Klimaschutzministerium, der FFG sowie dem Verkehrsministerium aus Deutschland und dem Schweizer Bundesamt für Straßen ASTRA.