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© APA/AFP/ISRO/HANDOUT / HANDOUT

Science
05/12/2020

Flüssiges Wasser am Mars: Zu kalt für Leben

Fast die Hälfte des Mars könnte für flüssiges Wasser geeignet sein. Dieses wäre aber -48 Grad Celsius kalt.

Forscher vermuten, dass 40 Prozent der Mars-Oberfläche zumindest zeitweise mit Flüssigkeit bedeckt sein könnten. Neuen Erkenntnissen zufolge dürfte es sich dabei nicht um Frisch-, sondern extrem salziges Wasser handeln. Eine Simulation zeigt, dass hinreichend flüssige Sole im nördlichen Breitenkreis des noch unzureichend erforschten Planeten vorzufinden sein könnte. 

Frischwasser hingegen kann laut Sciencenews am Mars dauerhaft nicht existieren. Auf der Oberfläche ist es nämlich zu kalt, sodass es schnell gefriert oder in die dünne Atmosphäre des Planeten siedet. Salzwasser aber hat einen anderen Gefrierpunkt und ist daher in flüssiger Form länger vorhanden. Ein Leben soll dennoch unwahrscheinlich sein.

6 Stunden am Stück

Entdeckt wurden die Salze – sogenannte Perchlorate – von NASA Curiosity und Phoenix Lander. Das Team rund um Weltraumforscher Edgard Rivera-Valentín vom Lunar and Planetary Institute in Houston hat eine Simulation gestartet, um mehr über das Salzwasser bei Mars-Bedingungen zu erforschen.

Das Ergebnis: Je nach Art der Sole kann sie auf der Oberfläche des Planeten flüssig bleiben. Bei einigen Zentimetern unter der Oberfläche kann sie bis zu 6 Stunden erhalten bleiben. Allerdings dürfte das nur für etwa zwei Wochen pro Marsjahr (ein Marsjahr beträgt 687 Tage auf der Erde) gelten. Die flüssige Sole soll sich laut der Simulation zudem auf 40 Prozent der Mars-Oberfläche ausbreiten.

Zu kalt für Leben

Das Salzwasser wird laut den Forschern jedoch nie wärmer als minus 48 Grad Celsius werden. Auf der Erde wären das 25 Grad zu wenig, damit Leben existieren kann.

Die gute Nachricht dabei: Bei zukünftigen Mars-Missionen würde keine Gefahr bestehen, den Planeten mit Mikroben unserer Erde zu kontaminieren. „Diese neuen Ergebnisse reduzieren einiges an Risiko beim Erkunden des Roten Planeten, während dennoch ein künftiger Beitrag zum Potenzial von bewohnbaren Bedingungen am Mars geleistet werden kann", sagt Alejandro Soto vom Southwest Research Institute in Boulder, Colorado.

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