Science
28.01.2019

„Flüster-Laser“ beamt Töne ins Ohr

Die Technik könnte genutzt werden, um in chaotischen Situationen, wie einem Amoklauf, gezielt Sicherheitskräfte zu informieren.

Forscher am MIT haben einen Weg gefunden, um mit einem Laserstrahl Audiosignale zu übertragen – direkt ins Ohr der gewünschten Person. Ein Empfangsgerät ist dafür nicht nötig. Laut einer Aussendung der Optical Society of America könnte die Technologie genutzt werden, um in lauten Räumen zu kommunizieren oder in gefährlichen Situationen, wie etwa bei einem Amoklauf, gezielt bestimmte Personen zu warnen.

Die Technologie macht sich den fotoakustischen Effekt zu Nutze. Dabei absorbiert der Wasserdampf in der Luft das Licht des Lasers und formt daraus Schallwellen. Laut den Forschern funktioniert das auch in relativ trockenen Umgebungen, weil immer etwas Wasser in der Luft ist, besonders rund um Menschen. Ob es eine gute Idee ist, einen Laser auf den Kopf eines Menschen zu richten? Ja. Laut den Wissenschaftlern schadet der Laser weder Haut noch Augen.

In Labortests konnte mit dem Laser Ton zu einer Person in 2,5 Metern Entfernung übertragen werden, mit 60 Dezibel Lautstärke. Die Forscher wollen als nächstes die Reichweite der Übertragung erhöhen. Danach ist geplant, eine kommerziell nutzbare Technologie daraus zu entwickeln.